Besonderer Segen bei Patroziniumsmesse

Primizsegen beim traditionsreichen Annatag in der Götzner Wallfahrtskirche St. Arbogast.
Götzis Als besonders wertvoll und gnadenreich gilt nach altem Volksglauben der Primizsegen. Ihn spendet ein katholischer Priester bei seiner ersten Heiligen Messe und im Lauf seines ersten Priesterjahres. Auf Einladung der Bruderschaft St. Arbogast und St. Anna zelebrierte am traditionsreichen “Annatag” in der Götzner Wallfahrtskirche St. Arbogast der seit Jahresbeginn in Bregenz als Kaplan tätige Christopher Illiparambil. Der Ende 2025 in Verapoly (Kerala) zum Priester geweihte Gast begrüßte die sehr zahlreich erschienenen Gläubigen und erwähnte kurz den Geburtstag von Konzelebrant Dekan Rainer Büchel.

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Für die musikalische Bereicherung des Gottesdienstes sorgten Martina Ender (Gesang) und der kurz davor an einer Hand operierte Hilmar Häfele an der Orgel. Beide waren nach der Messe unerwartet lange gefordert, weil sich nach dem Primizsegen für alle versammelten Gläubigen so viele von ihnen noch alleine, zu zweit oder zu dritt noch persönlich den Segen spenden ließen.

Mesnerin Barbara Moosbrugger trug Lesung und Fürbitten vor, die im “Pfarrverband Am Kumma” als Pastoralassistentin und in Altach als Gemeindeleiterin tätige Heidi Liegel das Evangelium. In seiner Predigt berichtete Kaplan Illiparambil, dass die Heilige Anna, Mutter von Gottesmutter Maria, als Frau des Glaubens, der Geduld und des Vertrauens auf Gott gilt. “Sie steht für alle jene Menschen, die oft im Hintergrund stehen und Großes wirken.” Das sei gerade in unserer Zeit ein wichtiges Zeugnis des Glaubens, als gemeinsames Beten, Sonntagsgottesdienst, ein gutes Wort oder eine helfende Hand. “Die großen Taten Gottes beginnen oft im Verborgenen, alles Große wächst in der Stille.”

Zugleich sei Anna “ein Beispiel dafür, dass jede Lebensphase wertvoll ist”. Ältere Menschen seien Träger der Erinnerung und eines reichen Glaubensschatzes, brächten Erfahrung, Weisheit und Gelassenheit in Familien und Gesellschaft. Der Kaplan zitierte Papst Franziskus, demzufolge Großeltern das Gedächtnis eines Volkes sind, Vergangenheit und Zukunft verbinden und jungen Menschen helfen, ihre Wurzeln nicht zu verlieren.
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Brudermeister Günter Vonblon hieß nach der Messe die sehr vielen Besucher:innen herzlich willkommen, dankte Priestern, Pastoralassistentin, Musikern sowie der Mesnerin und lud alle zur anschließenden Agape vor der Wallfahrtskirche ein. Dort gab es die Bruderschaftsweine, andere Getränke sowie von Bruderschaftsmitgliedern gelieferte, selbst zubereitete bzw. gebackene kulinarische Stärkungen. In der Kirche liegen Broschüren über die beiden sehr alten, 2015 zusammengeführten, vom Verschwinden bedrohten und seit der Reaktivierung aufgeblühten Bruderschaften auf.
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Die vielen anregenden Gespräche zwischen den Annatag-Besucher:innen wurden zwei Mal unterbrochen: Einmal durch den Salut der Götzner Prangerschützen, einmal durch das Geburtstagsständchen für den Dekan und Bruderschaftsvorsitzenden Rainer Büchel. Nach dem “Happy Birthday” prostete er den Gratulant:innen zu und ließ auf dem Instrument von “Drehorgel-Jakob” das Lied “So ein Tag, so wunderschön wie heute” erklingen. AME











