Nach Punkte-Rekord folgt nun die Bewährungsprobe

Trotz zahlreicher Abgänge und vieler Neuer soll der Klassenerhalt gelingen.
Ludesch Der SV Ludesch geht mit einigen Fragezeichen, aber auch mit viel Zuversicht in die neue Saison der VOL.AT-Eliteliga. Nach Rang neun mit 34 Punkten im Vorjahr – dem besten Punkteergebnis der Vereinsgeschichte – ist die Vorgabe klar: Der Klassenerhalt soll erneut geschafft werden.
Mit Ömer Corbaci und Nikola Todorovic kamen gleich zwei Spieler vom FC Dornbirn nach Ludesch. Dazu wurden Jovan Petrovic aus Koblach, Lukas Domig aus Großwalsertal, David Mirkovic aus Nenzing, Aleksandar Konjevic aus Bürs und Alper Subasi aus Bludenz verpflichtet. Dario Müller kehrte zudem zurück und wurde reaktiviert. Gleichzeitig musste der Klub einige Abgänge verkraften. Richard Metzler beendet seine Karriere, Gjon Koci wechselte nach Schaan, Julian Gassner nach Sulz, Alen Mahmutovic nach Brederis und Julius Fischer zum Dornbirner SV. Jonas Müller schloss sich Großwalsertal an, Muhammed Piken ging nach Frastanz.
Die Transferbilanz zeigt damit einen deutlichen Umbruch. Die neuen Spieler kommen fast ausschließlich aus unterklassigen Vereinen. Trainer Klaus Stocker bleibt der Mann an der Seitenlinie und kann auf einen eingespielten Kern bauen. Dazu setzt Ludesch verstärkt auf junge Perspektivspieler, die von anderen Vereinen geholt wurden und sich in der höchsten Spielklasse des Landes entwickeln sollen.
Für die Offensive bleibt Adem Kum die zentrale Figur. Mit 20 Treffern war er in der vergangenen Saison die Lebensversicherung der Ludescher und dürfte auch diesmal maßgeblichen Anteil daran haben, ob der Klub den erhofften Klassenerhalt schafft.
Auch auf der Torhüterposition gibt es einen Wermutstropfen. Standardtorhüter Antonio Romic fällt in der ersten Saisonhälfte verletzt aus. Gerade in einer Mannschaft, die nach mehreren Abgängen neu zusammenfinden muss, ist das eine zusätzliche Herausforderung.
Die bisherigen Platzierungen neun und zehn zeigen, wo Ludesch in der Eliteliga bislang angesiedelt ist. Nach dem Punkte-Rekord im vergangenen Jahr will man den nächsten Schritt aber nicht unbedingt über eine Platzierung definieren. Entscheidend bleibt, genügend Punkte für den Verbleib zu sammeln. Der Weg dorthin führt über einen Mix aus Erfahrung, einem bewährten Grundgerüst und jungen Spielern, die ihre Chance bekommen sollen. Ludesch startet aber keineswegs ohne Perspektive. VN-TK