Zu klein für die einen, genau richtig für die anderen

Heimat / 27.08.2026 • 14:51 Uhr
Martina Jussel und Stefanie Maier gemeinsam im Geschäft.
Martina Jussel und Stefanie Maier gemeinsam im Geschäft. Gamze Alici

Im Kinderlädile in Bürs geht die Geschichte eines gebrauchten Kleidungsstückes weiter.

Bürs Jeans, bunte Kleider und Schuhe finden sich in den Regalen, daneben hängen Dirndl und Lederhosen. Im Kinderlädile wechseln gebrauchte Kinder- und Babyartikel ihre Besitzer. „Für flotte Bienen, freche Spatzen und kugelrunde Bäuche“, lautet das Motto des Second-Hand-Shops.

Zu klein für die einen, genau richtig für die anderen

Das Kinderlädile gibt es in Bürs seit September 2020. Die Idee entstand, als ein bereits bestehendes Second Hand Geschäft schließen musste. Die Besitzerinnen beschlossen daraufhin, gemeinsam ein Geschäft zu eröffnen. Im Geschäft werden Spielzeug, Schuhe, Umstandsmode sowie Kinder- und Babykleidung angeboten. „Das Kinderlädile ist für uns ein Herzensprojekt“, sagt Martina Jussel, eine der beiden Geschäftsführerinnen.

Zu klein für die einen, genau richtig für die anderen

Stefanie Maier und Martina Jussel möchten mit ihrem Geschäft auf Nachhaltigkeit und bewussten Konsum aufmerksam machen. Statt Kleidung wegzuwerfen, soll sie weitergetragen werden. Die meisten Waren, die sie erhalten, sind noch neuwertig. Gerade bei Kindern und Babys werden Kleidungsstücke nur eine kurze Zeit getragen, da sie schnell aus den Größen herauswachsen.

Ein Blick in das Kinderlädile.

Besonders freuen sich Martina und Stefanie über ihre Stammkunden. Einige Kunden kommen aus Deutschland regelmäßig vorbei. „Die Urlauber lassen extra Platz im Koffer, um im Kinderlädile einzukaufen“, so Jussel.

Auch persönlich haben die beiden Betreiberinnen einiges gemeinsam. Sie sind gleich alt, haben dasselbe Sternzeichen, sind beide Mütter von zwei Kindern und sind aus Bürs. „Wir kennen uns seit dem Kindergarten und wir sind zusammen aufgewachsen“, sagt Martina.

Ein Blick in das Kinderlädile.

Kunden können ihre Waren nach Terminvereinbarung im Kinderlädile abgeben. Allerdings kann nicht jedes Kleidungsstück aufgenommen werden, da der Platz im Geschäft begrenzt ist. Bei der Auswahl achten die Betreiberinnen auf Größe, Platzangebot, Saison, Zustand der Kleidung sowie aktuelle Trends. Die Kunden erhalten einen Teil vom Verkaufserlöses. Waren, die nicht verkauft wurden, können wieder abgeholt oder gespendet werden.

Zu klein für die einen, genau richtig für die anderen

Suchen Kunden nach einem bestimmten Produkt, informieren die Geschäftsführerinnen über ihre Online-Kanäle darüber. Sobald ein passendes Stück gefunden wird, können sie es für die Kundin oder Kunden sichern. Damit wird aus einem Kleidungsstück, das bei einer Familie nicht mehr gebraucht wird, wieder etwas Wertvolles für eine andere. ALI