“Naturdenkmal bespielen und schützen”

Heimat / 04.09.2026 • 14:55 Uhr
Vizebürgermeisterin Elke Zimmermann (Obfrau von Tal SCHAFFT Kultur, Mitte) mit ihren Eltern Maria und Helmut und lieben Verwandten, Bekannten und Freunden.
Vizebürgermeisterin Elke Zimmermann (Obfrau von Tal SCHAFFT Kultur, Mitte) mit ihren Eltern Maria und Helmut und lieben Verwandten, Bekannten und Freunden. Gerhard Scopoli

Der Nachdenkraum Bürser Schlucht und “Jam the Canyon” zogen viel Publikum an.

Bürs Unter dem Motto “Mitdenken, Mitreden und Mitgestalten” luden neulich der Verein “Tal SCHAFFT Kultur” und das Studio Matt – Öko-Sozial Design, zusammen mit der Gemeinde Bürs, Gemeindevertretung und Agrargemeinschaft Bürs, in den “Naturdenkraum” Bürser Schlucht. Anschließend stieg die Sommerausklangsparty “Jam the Canyon”.

Kinderprogramm mit
Kinderprogramm mit “NaNo”: Ein Kind steht auf Glasscherben, wobei die gefährlichen laut NaNo aussortiert wurden. Gerhard Scopoli

Wie kann der geologische Lehrpfad in der Schlucht künftig aussehen? Welche Geschichten, welches Wissen und welche Besonderheiten dieses Naturraums sollen vermittelt werden? Und wie kann die Schlucht geschützt und zugleich erlebbar gemacht werden?

Manuel Nöstler, Stefan Loretz und Gemeinderat Matthias Schrottenbaum.
Manuel Nöstler, Stefan Loretz und Gemeinderat Matthias Schrottenbaum. Gerhard Scopoli

Der Naturdenkraum ist ein Bürgerbeteiligungsformat, das der Weiterentwicklung des geologischen Lehrpfades der Bürser Schlucht dient. Zusammen mit Projektbegleiter Christoph Matt sowie Expertinnen und Experten aus den Bereichen Geologie, Naturvermittlung, Geschichte, Naturschutz, Tourismus, Kultur und Handwerk sammelte die Kulturinitiative Ideen, wie Natur, Geschichte und Wissen entlang des Lehrpfades zeitgemäß vermittelt werden können.

Thomas Ludescher und Elke Zimmermann stehend, davor Christoph Matt. Die Blätter sind beschriftet mit Ideen zu den Themenbereichen: Geologie, Naturvermittlung, Geschichte, Naturschutz, Tourismus, Kultur und Handwerk.
Thomas Ludescher und Elke Zimmermann undr Christoph Matt. Die Blätter sind beschriftet mit Ideen zu den Themenbereichen: Geologie, Naturvermittlung, Geschichte, Naturschutz, Tourismus, Kultur und Handwerk. Gerhard Scopoli

Dabei waren das Wissen der Fachleute genauso wichtig wie die persönlichen Erfahrungen, Erinnerungen, Beobachtungen, Fragen und Ideen der Menschen, die die Bürser Schlucht kennen, nutzen und schätzen.

Während Clay Nation musizierten, konnten sich die Besucher miteinander gut unterhalten.
Während Clay Nation musizierte, konnten sich die Besucher miteinander gut unterhalten. “Das fanden die Besucher positiv”, so Thomas Ludescher. Gerhard Scopoli

Im Gespräch meinte Christoph Matt: “Dieses Naturdenkmal muss bespielt und geschützt werden. Über die Leader-Förderung haben wir einen Antrag gestellt für ein Bürgerbeteiligungsformat. In Kooperation mit ‚Jam the Canyon‘ wurden Personen eingeladen, offene Fragen zu stellen, Ideen einzubringen und das immer mit Expertinnen und Experten, Gastgeberinnen und Gastgebern.” Rund 100 Leute kamen. Christoph Matt sah früher im Ausland “viel an gelebten interkulturellen Bürgerbeteiligungsformaten”.

"Naturdenkmal bespielen und schützen"
“Clay Nation” aus dem Bregenzerwald in der Bürser Schlucht. “Magnus Lässer ist der Leiter der Clay Nation – ihn kenne ich schon seit vielen Jahren. Er ist ein super Dirigent”, so Thomas Ludescher. Gerhard Scopoli

Schnell sei festgestanden: “Wir müssen etwas für die Schlucht machen.” Tal SCHAFFT Kultur (Thomas Ludescher, Obfrau Elke Zimmermann) nahm sich des Themas an. Kulturvertreter Christoph Matt ist überzeugt: “Kultur, Kunst und Design haben definitiv das Potenzial, viele Gesellschaftsbereiche und Expertisen zusammenzubringen.” Ein voller Erfolg war auch die anschließende Sommerausklangsparty mit Clay Nation – eine “super Musik”, so Thomas Ludescher – und “NaNo’s” Kinderprogramm. SCO

Josef und Martha Fritsche (Cantemus, Bürserberg)
Josef und Martha Fritsche (Cantemus, Bürserberg) Gerhard Scopoli