Vorarlberger Feuerwehrautos verabschiedet

Vor Kurzem traten ausrangierte Feuerwehrautos ihre Reise nach Moldawien an.
Dalaas Frühmorgens um sechs Uhr trafen sich Feuerwehrleute und die ausrangierten Feuerwehrautos beim Kristbergparkplatz, um gemeinsam die lange Fahrt nach Moldawien anzutreten. Am Vorabend wurden sie in Rankweil offiziell verabschiedet. Auch in diesem Jahr ließ es sich Landesrat Christian Gantner nicht nehmen, die Feuerwehrleute frühmorgens, mit einem Butterkipferl gestärkt, zu verabschieden. Zudem gab es einen wohltuenden, heißen Kaffee. Unter der Führung von Bürgermeister Martin Burtscher traten die Feuerwehrautos aus Koblach, Meiningen, Riefensberg, Alberschwende, Lorüns, Wald a. A. und Dalaas die weite Reise an. Auch Bezirksfeuerwehrinspektor Karlheinz Beiter fuhr mit einem Auto des Landesfeuerwehrverbandes im Konvoi mit, um dieses der Feuerwehr in Straseni zu übergeben. Mit einem Tagebuch in den sozialen Medien dokumentiert Martin Burtscher die spannende Reise. Der erste Tag führte sie bis zum Landesfeuerwehrverband Eisenstadt, danach ging es weiter über Ungarn bis nach Hosman (Rumänien) zu Pater Georg Sporschill. Dort feierten sie gemeinsam einen Gottesdienst und übergaben die vielen Hilfsgüter und Fahrräder, die sie in den Feuerwehrautos verstaut hatten.

Weiterfahrt nach Moldau
Nach Besichtigungen und der Weiterfahrt erreichten sie Moldau. Von dort aus erfolgen die Übergabe der Fahrzeuge an die Feuerwehren in Cioburciu, Stefan Voda, Volintiri, Talmaza, Copceac, Purcari und Straseni. Die Feuerwehrleute schwärmen aus und werden von den Feuerwehren in Moldawien in den jeweiligen Einsatzgebieten freundlich empfangen. “Vier Fahrzeuge kommen zu neu gegründeten freiwilligen Feuerwehren, ein Fahrzeug zu einer Feuerwehr, die im vergangenen Jahr gegründet wurde”, berichtet Martin Burtscher. Die weiteren Fahrzeuge unterstützen Berufsfeuerwehren in ihrer wertvollen Arbeit. Den Freitag und Samstag nutzen die “Vorarlberger Überbringer”, um Land und Leute kennenzulernen, bevor der Heimflug ansteht. Paul Gantner, Tobias und Martin Burtscher werden sich noch auf eine Sondermission in den Norden des Landes begeben. Dort besuchen sie zwei befreundete Feuerwehren, geben Nachschulung und liefern Ersatzteile. Für sie heißt es dann am Montag “zurück nach Hause”. Das Vorarlberger Projekt Moldawien unterstützt seit über zehn Jahren die Republik Moldau dabei, ein ländliches und funktionierendes Feuerwehrwesen aufzubauen. Ziele und Hintergrund des Projektes sind schnellere Hilfe am Land, Gründung von Freiwilligen Feuerwehren, Fahrzeugspenden und Ausbildung vor Ort. Ausgemusterte, aber voll funktionstüchtige Einsatzfahrzeuge von Feuerwehren aus Vorarlberg werden in die Region gebracht. Vor Ort werden Freiwillige Feuerwehren gegründet und die lokalen Einsatzkräfte geschult. Das Hilfsprojekt wurde damals von Hans Kohler (Altbürgermeister aus Rankweil) ins Leben gerufen. Inzwischen leitet es Bürgermeister Martin Burtscher aus Dalaas und unzählige Hilfsgüter, Fahrräder und Feuerwehrfahrzeuge fanden den Weg zu Pater Sporschill und nach Moldawien. DOB

