“Roland kämpfte wie ein Löwe”

Die Nova Stoba war Schauplatz der wohl außergewöhnlichsten Kunstbiennale des Alpenraums.
Gaschurn Mit den speziellen Gegebenheiten der hochalpinen Landschaft setzten sich im “SilvrettAtelier” in der Silvretta Montafon zwei Wochen lang neun angesehene Kunstschaffende verschiedener Stil- und Ausdrucksformen auseinander: Götz Bury, Roland Haas, Catherine Ludwig, Justina Moncevičiūtė, Robert Muntean, Reto Steiner, Angelika Trojnarski, Klara Vith und Anna-Sabina Zürrer.

Bei der Abschlussfeier in der Nova Stoba empfingen sie in ihren Ateliers viele Persönlichkeiten, unter ihnen Bundesrat Christoph Thoma, Vorarlberg-Tourismus-Geschäftsführer Christian Schützinger, sein Stellvertreter Joachim Kresser, Andreas Rudigier (Direktor der Tiroler Landesmuseen), seine Frau Eva Fichtner-Rudigier (Vorarlberg Museum), Dagmar Lang (Obfrau des Kunstforum Montafon), Kulturjournalist Karlheinz Pichler, Künstlerin May-Britt Nyberg, Galerist Erhard Witzel (“QuadrArt”), Künstler Georg Vith, Grafikerin Angelika Wittwer-Grabher, Laura Agostinelli, Philosophin Bianca Rovetta, Carmen Zanetti (“Bildraum Bodensee”) sowie Sigrid Fritsche (Kellergalerie “kukuphi”).

Einige Themen, die in den künstlerischen Prozess einflossen: das Natur- und Bergerlebnis, die geomorphologische Situation, der Alpinismus und die Seilbahntechnik. Das Restaurant neben der Bergstation der Versettla Bahn diente den Teilnehmenden als Basislager.

Ihre Exkursionen in den alpinen Raum starteten die Künstlerinnen und Künstler ebendort. Mit kreativem Input aufgeladen, machten sie sich anschließend an die Arbeit. Das SilvrettAtelier Montafon bot – von Acrylmalerei über Holzschnitt, Aquarell und Zeichnung, Fotografie und Skulptur bis Objekt- und Konzeptkunst, Land Art und Video – enorm viel Raum, um sich auszudrücken.

Das SilvrettAtelier fand zum 15. Mal statt – zum sechsten Mal auf der Versettla. “Diese Form eines wiederkehrenden Kunst-Symposiums im Hochgebirge ist einmalig”, war im Atelier zu erfahren. Längst hat sie in der Kunstszene Fuß gefasst. Das Kunstforum Montafon, die Silvretta Montafon, Montafon Tourismus, das Land Vorarlberg sowie das Bundesministerium Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport haben die kulturelle Institution ermöglicht.
Montafon-Tourismus-Direktor Manuel Bitschnau stellte bei der Atelier-Abschlussfeier lobend fest, das Atelier werde hervorragend geführt. Die Arbeitenden hätten eine erfolgreiche Zeit am Berg gehabt. Persönlich freue es ihn, dass vor vielen Jahren – nach dem Atelier-Ende auf der Bielerhöhe – eine Lösung gefunden worden sei.

Roland Haas habe damals “gekämpft wie ein Löwe, ist von Pontius zu Pilatus gelaufen und hat versucht, Unterstützung zu finden. Die Silvretta Montafon und wir waren von Anfang an mit dabei und der Stand Montafon finanziell auch noch. Ich finde es wichtig, dass es in der Silvretta bleibt”, stellte Manuel Bitschnau fest. “Ihr habt als Künstlerinnen und Künstler gelernt, was die Silvretta alles bieten kann; es ist ein sehr majestätisches und beeindruckendes Gebirge, eines von dreien im Montafon.”

Neben aller Faszination seien die Berge, die eine Energiequelle darstellen, aber auch eine Herausforderung: “Die stehen hier schon seit Millionen Jahren und denken wahrscheinlich von sich selber, wir sind ja Kunst genug. Aber wir sehen bei diesem Atelier wieder einmal, was man noch zusätzlich daraus machen kann.” Die Kunst, die im Atelier entstand, habe alle Besucherinnen und Besucher tief beeindruckt. Ein Kunstwerk schufen alle Kunstschaffenden gemeinsam – ein wertschätzendes Geschenk fürs Team der Nova Stoba. SCO











