Vielfältiges Angebot von Klöstern

30. Bludenzer Klostermarkt mit mehr als 40 Ständen und Ordensleuten aus nah und fern.
Bludenz Die von verschiedenen Ordensgemeinschaften errichteten Klöster hatten früher im Gesundheits- und Bildungswesen eine noch größere Rolle als heute. Daran erinnerte Bischof Benno Elbs bei der Eröffnung des 30. Bludenzer Klostermarktes beim Nepomukbrunnen. Auch mit dem Brauen von Bier und dem Erzeugen von Wein haben sie einiges zur europäischen Kulturgeschichte beigetragen. Der Seelsorger begrüßte den Trappistenmönch Bruder Reinhard, der nach einigen Jahren Pause wieder mit dabei ist.

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Der einzige Trappist im deutschsprachigen Raum unterstrich Elbs’ Ausführungen, indem er ihm eine Flasche “Benno-Bier” überreichte. “Dieses Bier lasse ich mir immer heimlich liefern”, scherzte der Bischof und erfuhr im Gespräch mit Bruder Reinhard, dass es das Kloster, in dem es erfunden wurde, nicht mehr gibt, aber das Bier immer noch. Bevor Benno Elbs Wein und Brot segnete, bezeichnete er das Teilen von Brot und Wein als starkes Symbol für Frieden, Zusammenhalt und Miteinander. Dieses sei “notwendig und wichtig in Tagen, in denen wir viel anderes erleben”.

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Zuvor hatte Bgm. Simon Tschann die zahlreichen Besucher:innen “recht herzlich zum 30. Bludenzer Klostermarkt” begrüßt, nicht zuletzt das Team des Seelsorgeraums und den Kirchenrat. Das Stadtoberhaupt bat später noch Inge Neyer nach vorne, überreichte ihr einen Blumenstrauß und stellte fest: Ohne Inge würde es diesen Klostermarkt nicht geben.” Die Geehrte freute sich darüber und berichtete, dass sie jeweils um sechs Uhr in der Früh vor Ort sei.

Pfarrer Guido, der zwischendurch mehrmals die für Musik und Gesang sorgenden Klosterbrüder unterstützte, bezeichnete Bruder Reinhard als das “Gesicht dieses Klostermarktes”. Er hieß auch die Don Bosco-Schwestern Elisabeth und Maria, die vor dreißig Jahren schon dabei waren und nach einer Pause wiedergekommen sind, willkommen. Nicht zuletzt gratulierte er Kaplan Jakob Geier zum Geburtstag.

An einem Stand findet man eine größere Auswahl der Weine aus dem Benediktinerstift Kremsmünster sowie Kellermeister Pater Siegfried Eder und Diakon Jakobus Siberer-Kefer. Das Kloster, das ab kommendem Dezember sein 1250-jähriges Bestehen feiert, baut auf zirka 50 Hektar zwischen 25 und 30 Weinarten an. Etwa den besonderen Rosé “Persephone”, aus Blaufränkischtrauben gewonnen und auf der Hefe im Holzfass gereift.

Zugunsten von Pater Augustin, der mit Gitarre und Stimme bei der Musik mitwirkt, verkaufen Mitglieder des mehr als hundertköpfigen Freundeskreises der Franziskaner in Bludenz die von ihm in Handarbeit gefertigten Rosenkranzarmbänder. Aber auch Klostersuppe mit Gemüse und eine speziell für den Klostermarkt hergestellte, etwas gröbere und gschmackigere Klosterwurst sind im Angebot. Am Stand daneben verkaufen Mitglieder der Kolpingfamilie ebenfalls zugunsten der Bludenzer Franziskaner alkoholfreie Getränke und Brote mit Verhackertem.

Die Schwestern Notburga Maringele und Barbara Vanderoi verkaufen Pfefferminzsirup, “Vierkanter”, Kerzen, Salben sowie wertvolle textile Handarbeiten und Schnitzereien aus Bolivien zugunsten von großen Ernährungs- und Schulprojekten dort. AME






