Basilikakonzert in Rankweil verbindet Bratschenklänge mit neuen Tönen

Lena Fankhauser, Baran Mohammadbeigi und Elisabeth Heidinger prägen das Konzert.
Rankweil Nach der Sommerpause meldet sich das Rankweiler Basilikakonzert am Sonntag, dem 20. September, mit neuer Energie zurück. Austragungsort ist die Landesgedächtniskapelle. Wegen des begrenzten Platzangebots wird das Konzert zweimal gespielt – um 17 Uhr und um 18.30 Uhr. Besucherinnen und Besucher werden gebeten, bei der Reservierung jene Uhrzeit zu wählen, die für sie am besten passt. Das gilt auch für die Abonnentinnen und Abonnenten.
Im Zentrum des Abends steht die Bratsche. Zum ersten Mal ist die international tätige Musikerin Lena Fankhauser in Rankweil zu Gast. Ihr musikalischer Weg hat sie schon in jungen Jahren an bedeutende Ausbildungsstätten geführt. Ihre Wurzeln liegen in Trinidad und der Schweiz, aufgewachsen ist sie in Kanada. Mit zwölf Jahren begann sie ihr Studium an der Yehudi Menuhin School in England. Danach führte ihr Weg an die Juilliard School in New York. Ihre Ausbildung setzte sie später in Salzburg fort.
Für ihren Auftritt in Rankweil hat Fankhauser Werke von Johann Sebastian Bach, Benjamin Britten und Julia Purgina ausgewählt. Eine besondere Rolle kommt dabei der zeitgenössischen Musik zu. Für den Konzertabend wurde ein neues Solowerk komponiert, das erstmals öffentlich erklingen wird.

Verfasst wurde die Komposition von Baran Mohammadbeigi. Die aus dem Iran stammende Komponistin studiert derzeit in Wien. Ihr Werk trägt den Titel “Ich bin aus Lehm und Ton und Du Mensch bist auch davon” und stellt damit bereits im Titel eine Verbindung zu einem grundlegenden Thema des Abends her: der Frage nach dem Menschsein.
Auch abseits der Musik wird dieser Gedanke aufgegriffen. Elisabeth Heidinger, Geschäftsführerin des Carl Lampert Forums der Diözese Feldkirch, wird dem Publikum ihre Gedanken zum Thema Menschsein und Würde mitgeben.

Damit setzt das Basilikakonzert nicht ausschließlich auf bekannte Werke, sondern schafft auch Raum für eine Uraufführung und persönliche Impulse. Zwischen Bach und Britten trifft etablierte Musik auf eine neue Komposition, zwischen musikalischer Interpretation und Wort entsteht ein Abend, der sich dem Menschen aus unterschiedlichen Perspektiven nähert. VN-TK
