40 Jahre Haus St. Josef: Ein Grund zum Feiern

Mit einem Frühschoppen wurde in Au das 40-jährige Bestehen des Hauses St. Josef gefeiert.
Au Das Jubiläum bot zugleich Anlass, auf die bewegte Geschichte der Gesundheits- und Altenversorgung in der Gemeinde zurückzublicken.
Denn eigentlich reicht die Geschichte des „Spitäule“ in Au bereits 90 Jahre zurück. In den Jahren 1935/36 wurde ein Krankenhaus eröffnet, das zugleich als Entbindungsstation und Altersheim diente. Im September 1967 gründeten die sechs Gemeinden Au, Damüls, Schnepfau, Schoppernau, Schröcken und Warth den Gemeindeverband “Krankenhaus und Altersheim Au”. Ziel war zunächst eine umfassende Sanierung des alten „Spitäule“. Nach reiflicher Überlegung entschied man sich schließlich für einen zweckmäßigen Neubau.

Mit der Eröffnung des Hauses St. Josef entstand vor 40 Jahren ein modernes Gebäude und damit ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte der Gesundheitsversorgung im Hinterbregenzerwald. Bürgermeister Andreas Simma zitierte aus einem Zeitungsbericht aus dem Jahr 1986: “Großes Gemeinschaftswerk zügig vollendet, Haus Sankt Josef rundum ein Schmuckstück.”

Das neue Haus verfügte damals über 15 Spitalbetten sowie 4 Betten auf der Entbindungsstation. Zusätzlich standen zwölf Betten für das Altersheim zur Verfügung. Im Laufe der Jahre veränderten sich die Anforderungen. 1997 wurde die Entbindungsstation geschlossen. Im Jahr 2010 kam schließlich auch das Ende des Spitals. Mit den damals noch verbliebenen zwei Betten war das Haus St. Josef zuletzt das kleinste Spital Österreichs.


Heute stehen die Pflege und Betreuung älterer Menschen im Mittelpunkt. Das Haus verfügt aktuell über 14 Pflegeheimbetten. Im Dachgeschoss wurden zudem vier Kleinappartements neu gestaltet, die als Altersheimzimmer genutzt werden. Das Haus ist derzeit voll belegt. Heimleiterin Ulrike Bell durfte auf ein persönliches Jubiläum blicken, seit zehn Jahren steht sie an der Spitze des Hauses. Für sie ist das Haus St. Josef etwas ganz Besonderes: “Ich finde es richtig schön, dass es noch ein kleines Heim gibt, wo es gemütlich und familiär zu und her geht. Unser Haus ist einfach einzigartig.”

Mit 15 Pflegekräften und sieben Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Hauswirtschaft ist das Haus personell gut aufgestellt. Auch Martin Feurstein (Sozialausschuss) zeigte sich erfreut über die positive Entwicklung. “40 Jahre – ein Grund zum Feiern! Wir haben eine detaillierte pflegefachliche Überprüfung mit bester Beurteilung gehabt”, berichtete er. Noch wichtiger als gute Prüfungsergebnisse sei jedoch das Wohlbefinden der Bewohnerinnen und Bewohner. “Und das ist vor allem der Verdienst unseres Personals”, betonte Feurstein.

Für beste Stimmung sorgten die Musikanten von “Wäldar Klang”. Da die Feier gleichzeitig am Trachtensonntag stattfand, bot sich ein besonders stimmungsvolles Bild. Zahlreiche “Jüpplerinnen” verliehen dem Fest einen zusätzlichen festlichen Rahmen. Für einen ganz besonderen Höhepunkt sorgte Ehrengast Dr. Rosina Häberli von den CliniClowns. Mit ihren “humorologischen” Erfindungen sorgte sie für viele fröhliche Momente.

Auch kulinarisch wurde einiges geboten. Der Hornerclub kümmerte sich um Spezialitäten vom Grill, während die Auer Aktiv-Frauen herrliche Kuchen gebacken hatten.

Am Ende galt der Dank allen freiwilligen Helferinnen und Helfern sowie dem gesamten Team des Hauses St. Josef, die mit ihrem Einsatz zum Gelingen des Jubiläums beitrugen. Nach 40 Jahren ist das Haus St. Josef damit nicht nur ein Stück Geschichte, sondern vor allem ein lebendiger Ort der Pflege und Gemeinschaft und ein wichtiger Bestandteil des sozialen Lebens in Au. MAM






