Vorarlberger Farbstudenten feierten

Gastgeberin “Feriensippe Alemannia” setzte beim VCV-Fest auf bewährte und neue Akzente.
Bludenz Der “Vorarlberger Cartellverband” (VCV) ist in der Landschaft der katholischen farbentragenen MIttel- und Hochschulverbindungen Österreichs in mehrfacher HInsicht eine Besonderheit. Ihm gehören die Mitglieder der dem Mittelschülerkartellverband (MKV) im Ländle angehörenden Verbindungen und die in Vorarlberg lebenden Mitglieder von an Hochschulen in anderen Bundesländern angesiedelten Cartellverbands-Verbindungen (CV) an. Aber auch die zum Anwerben und Halten von Mitgliedern während der schul- bzw. vorlesungsfreien Zeit gegründeten Feriensippen, in denen in Anlehnung an mittelalterliche Gebräuche auf fröhliche und unterhaltsame Weise die Geselligkeit gepflegt wird. Schließlich noch die traditionsreiche Mittelschulverbindung “Siegberg Dornbirn”, die anders als die “Clunia Feldkirch” im Zusammenhang mit der Aufnahme von Mädchen als vollberechtigte Mitglieder kein Assoziationsabkommen mit dem MKV geschlossen hat, sondern aus ihm ausgetreten ist.
Jeweils am Ende der Sommerferien wird das “VCV-Fest” gefeiert, organisiert wurde es von der schon im Jahr 1893 gegründeten “Feriensippe Alemannia Bludenz”. Den ersten Teil des zweitägigen Festes bildete der “Ritterabend”, zu dem die derzeit von “Gaugraf” Florian van Dellen angeführte Gastgeberin ins “Eichamt” einlud. “Wir sind die einzige Feriensippe im Land, die noch einen Ritterabend veranstaltet”, merkte van Dellen gegenüber der VN Heimat an.
Mit dem Lied “ca, ca geschmauset” stimmten sich die Teilnehmer:innen auf das vor dem Lokal gegrillte Spanferkel und eine Reihe von Beilagen als kulinarische Stärkung ein. Bei dem ebenso zur allgemeinen Belustigung gesungenen Lied “Die Lindenwirtin” holten sich die Angehörigen verschiedener Berufsgruppen die Texte der “Fakultätsstrophen” mittels Mobiltelefon aus dem Internet. Im Verlauf des sehr unterhaltsamen Abends wurde Sandro Wolf in den Ritterstand und Nico Galehr als Knappe aufgenommen.
Der zweite Teil des Festes umfasste den vom frisch pensionierten Mehrerauer Pater Dietmar Gopp zelebrierter Berggottesdienst auf der Terasse des Gasthauses Muttersberg und den anschließenden Kommers im Festsaal. Statt einer Festrede gab es ein von Christoph van Dellen moderiertes “Festschwätzen” mit dem scheidenden und neuen CV-Vorortsvorstizenden Andre Stecher und Michael Mostböck.

















