Kunstprojekt literarisch abgerundet

Finissage von „Haltestelle Kunst“ begeisterte im Pfarrsaal Satteins.
Satteins Nach einem heißen Sommer voller Kunst an den Bushaltestellen in allen 14 Walgaugemeinden bildete heuer eine Finissage im Pfarrsaal Satteins mit Literatur zur Kunst und einer Buchpräsentation den Abschluss der Open-Air-Galerie “Haltestelle Kunst” im Walgau.

Texte im Mittelpunkt
Im Mittelpunkt der Finissage standen die Autorinnen von Haltestelle Kunst 2026. Unter dem Motto „In Wort und Bild“ lasen sie ihre Texte zu den ausgestellten Werken und machten damit jene literarischen Beiträge erlebbar, die den Kunstwerken den Sommer über mit praktischen QR-Codes an den Haltestellen zur Seite gestellt waren. Anders als bei der Vernissage im Mai, bei welcher die bildenden Künstlerinnen und Künstler und ihre Werke im Fokus standen, gehörte die Finissage den Worten hinter den Bildern.

Fast wie im Flug trugen die Autoren die literarischen Texte zu den 14 Kunsthaltestellen vor, deren zugehörige Kunstwerke auf die Leinwand projiziert wurden. Trotz der kurzen, zur Wartezeit am Bus idealen Texte lohnte es sich, innezuhalten und gut zuzuhören zu den Texten, die sich mit den Kunstwerken, dem Reisen und dem Warten beschäftigten.


Von der „verrinnenden Zeit in ein wärmendes Netz gebettet“ sprach Anni Mathes aus Bludesch passend zu Helga Gehrmanns Gemälde „Blume des Lebens“. In Doris da Silva Pfitschers Gemälde aus Düns stechen warme rote Farben aus dem Grau hervor. „Es isch wia an Früalingsgruaß in all där Kälte“, nahm Irma Hirschauer die aufheiternde Botschaft war: „Und als dr Bus kunnt, stieg i mit ma Lächla i.“

Valerie Travaglinis „letztes sehnsüchtiges Erinnern an einen Sommer“ passte zu Margot Gabriels Aquarell „Flieder“ und hätte zu keiner passenderen Jahreszeit vorgetragen werden können. Bernadette Müllers in Dünserberg ausgestelltes Werk „Juppe im Grünen“ handelt von Balance und Bäumen. „Reisen ist nicht nur Weg, sondern die Pause dazwischen“, regt Bandi Köck in seinem Text passend an, auch einmal bewusst im Inneren zu warten.

Höhepunkt des Abends war die Präsentation des neu erschienenen Buchs „Haltestelle Kunst 2026 in Wort und Bild“, das die Kunstwerke und Texte des diesjährigen Projekts vereint. Das Buch dokumentiert die Kooperation der Walgauer schreibenden und bildenden Kunstschaffenden und hält die dritte Ausgabe des Kulturformats fest.


Sabine Grohs von der Regio im Walgau führte durch den Abend. Margit Bruner Gohm freute sich als Leiterin der Bibliothek Satteins darüber, dass auch die Finissage von „Haltestelle Kunst“ noch viele Besucher anzog. Gerhard Montibeller, durch dessen Idee das Projekt 2024 entstand, gesellte sich ebenso unter die Gäste des Literaturabends.

„Kunst publik machen“
Von einem gelungenen Projekt, „Kunst mehr publik zu machen“, sprach Florian Themessl-Huber, Bürgermeister Nüziders und Obmann der Regio im Walgau. Auch Satteins Bürgermeister Andi Dobler, Göfis Bürgermeister Thomas Lampert und Moderatorin Heike Montiperle nahmen an der Finissage mit den Autorenlesungen teil. HE
