“Ohne Freiwilligkeit würde dieses System nicht funktionieren”

Heimat / 28.09.2026 • 10:45 Uhr
LH Markus Wallner und Sulz Bürgermeister Michael Schnetzer gratulierten der Feuerwehr Sulz mit Kommandant Mathias Walser.
LH Markus Wallner und Sulz-Bürgermeister Michael Schnetzer gratulierten der Feuerwehr Sulz mit Kommandant Mathias Walser. Thomas Knobel

Wallner und Schnetzer rückten die Menschen hinter der Feuerwehr ins Zentrum.

Sulz Was bleibt nach 150 Jahren Feuerwehr Sulz? Für Bürgermeister Michael Schnetzer ist die Antwort klar: Es sind nicht Fahrzeuge, Geräte oder historische Erinnerungsstücke, sondern die Menschen, die ihre Zeit für andere geben. Genau sie rückte er beim großen Festabend vor vollbesetztem Haus in den Mittelpunkt. “In erster Linie steht das für engagierte Menschen, die die Freizeit für die Bürger von Sulz zur Verfügung stellen und bei besonderen Anlässen sich in den Dienst der guten Sache stellen. Das ist etwas ganz Besonderes”, sagte Schnetzer.

Markus Wallner überreicht Mathias Walser die Ehrenurkunde vom Land Vorarlberg.
Markus Wallner überreicht Mathias Walser die Ehrenurkunde des Landes Vorarlberg. Thomas Knobel

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Denn während der Grundgedanke derselbe geblieben ist, hat sich die Arbeit der Feuerwehr massiv verändert. Die Ausrüstung ist professioneller geworden, die Anforderungen sind gestiegen und aus der klassischen Brandbekämpfung ist längst ein wesentlich breiteres Aufgabengebiet entstanden. Für Schnetzer macht gerade diese Entwicklung deutlich, welche Verantwortung die Mitglieder heute übernehmen. Sein besonderer Dank galt deshalb allen, die sich ehrenamtlich engagieren und ihre persönliche Zeit für die Sicherheit anderer einsetzen.

Renate Stenzel erhielt ein Buch 150 Jahre FW Sulz.
Renate Stenzel erhielt ein Buch 150 Jahre FW Sulz. Thomas Knobel

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Landeshauptmann Markus Wallner schlug denselben Ton an – und verband seinen Dank mit einem deutlichen Bekenntnis zu den Feuerwehren in den Gemeinden. “Wir stehen für eine ordentliche Ortsfeuerwehr”, sagte Wallner. Gerade großflächige Katastrophen hätten gezeigt, welchen Wert ein dichtes Netz an einsatzfähigen Feuerwehren habe. Wenn an vielen Orten gleichzeitig Hilfe benötigt werde, brauche es Menschen, die unmittelbar ausrücken können.

Michael Schnetzer, Markus Wallner und Karl Wutschitz.
Michael Schnetzer, Markus Wallner und Karl Wutschitz. Thomas Knobel

“Daher vielen Dank für diese 150 Jahre Ehrenamt, für die Freiwilligkeit dahinter, die Kern der ganzen Geschichte überhaupt ist”, sagte Wallner. Feuerwehr sei für ihn allerdings mehr als Hilfe im Ernstfall. “Es geht nicht nur um die Freiwilligen selbst. Es geht auch um die Kameradschaft untereinander und das, was die Feuerwehr in sich auch darstellt und vermittelt.” Diese Haltung wirke weit in die Dorfgemeinschaft hinein.

Wie sehr sich die Feuerwehr in eineinhalb Jahrhunderten verändert hat, zeigte anschließend Kommandant Mathias Walser. Er ließ die 15 Jahrzehnte Revue passieren und erinnerte an wichtige Stationen der Sulzer Feuerwehrgeschichte. Zum runden Geburtstag gab es zudem ein neues Logo. Ein besonderes Stück Geschichte kehrte ebenfalls zurück: Die restaurierte Fahne wurde beim Festakt präsentiert.

Noch tiefer in die Vergangenheit führte die große Fotochronik der Jubiläumsausstellung. Renate Stenzel hatte gemeinsam mit Helferinnen und Helfern Bilder und Erinnerungen zusammengetragen und damit den Weg von der Gründung bis zur Feuerwehr der Gegenwart dokumentiert.

Unter den Gästen waren neben Wallner und Schnetzer auch Altbürgermeister Karl Wutschitz sowie Herbert Österle und Wolfgang Huber vom Landesfeuerwehrverband. Eine besondere Anerkennung kam vom Land Vorarlberg: Wallner überreichte Kommandant Mathias Walser stellvertretend für die Feuerwehr Sulz eine Ehrenurkunde zum 150-jährigen Bestehen. VN-TK