Wenn Kunst Menschen verbindet

Kunst, Literatur, Musik und Begegnung standen bei der ersten „Arte Anima“ in der Propstei St. Gerold im Mittelpunkt.
St. Gerold Mit der ersten „Arte Anima“ öffnete die Propstei St. Gerold einen neuen Raum für Kunst, Wort und Begegnung. Die feierliche Eröffnung und Vernissage am Freitagabend bildeten den Auftakt zu einem besonderen Kunst- und Erlebnistag, der ganz im Zeichen der Verbundenheit stand. Am vergangenen Wochenende zog die Veranstaltung zahlreiche Besucher in die Propstei St. Gerold.

In seiner Eröffnungsansprache betonte Propst Martin Werlen auch die Bedeutung der Kunst. Sprache und Bücher ermöglichten es, auf Reisen zu gehen und andere Gegenden, Religionen und Menschen kennenzulernen. Dazu sagte er: „In allem Schönen leuchtet aber Gott!“

Moderatorin Sabine Hietz stellte die Veranstalterin Anja Dreier vor. Die Künstlerin malt und schreibt und hat heuer erstmals in der Propstei den passenden Raum für ihre Kunst gefunden. Dreier beschrieb den Weg, der sie zum Titel der Ausstellung „Anima Arte“ geführt hatte, sowie die Gründung ihres Verlages „Anima Mundi“: „Impulse warten darauf, entdeckt zu werden.“

Die Lesung von Anja Cölestine Dreier unter dem Titel „Von der Kunst, verbunden zu sein“ verband Bild, Klang und Sprache zu einem besonderen Auftakt. Ihre Texte waren Liebeserklärungen an das Leben. Sängerin Anne Madlener, die selbst aus einer musikalischen Familie stammt, begleitete die Lesung mit eindrucksvollen Liedern. Nicht nur ihre Eltern, sondern auch ihre Großeltern musizierten bereits.

Der Maler Sameeh beeindruckte mit seinen Gedanken zu seiner Kunst. Für ihn kommt das Malen aus der Tiefe des Seins und berührt die Seele mit Farben. Auch Backkunstwerke von Anne Madlener aus Thüringen, die einen vorweihnachtlichen Duft verbreiteten, Gestricktes und plastische Kunstwerke waren zu sehen. Zudem präsentierte die Spezialistin für Raumenergetik Elisabeth Rosa aus Dornbirn ihre Arbeit.

Unter den Referenten der zweitägigen Veranstaltung war unter anderem Sabine Kreutz-Domes. Sie vermittelte den Umgang mit Impulskarten und leitete die Teilnehmer dazu an, mit ihrer Seele in Berührung zu kommen. Auch Propst Martin Werlen lud in seinem Vortrag dazu ein, das Leben einmal aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

Beate und Wolfgang Leitner erzeugen kleine Tischlampen in allen Formen unter dem Titel „Merkwürdiges“, sie basteln gerne und das Besondere ist, dass der ganze Verdienst an bedürftige Familien geht, Beate meint dazu: „Uns geht es gut und wir wollen aus Dankbarkeit etwas weitergeben.“

Mit „Arte Anima“ soll langfristig eine Plattform entstehen, auf der Künstler, Autoren, Fachpersonen und Menschen aus unterschiedlichsten Lebenswelten einander begegnen, voneinander lernen und gemeinsam Neues entstehen lassen können. Im Mittelpunkt steht die Verbindung von Kunst und Wort.

Ein Schwellengang durch die Natur rund um den Kraftort St. Gerold ergänzte das Programm. Auch Andreas Steger betonte in seinem Vortrag die besondere Bedeutung dieses Ortes. HAB

