Derby-Krimi in Lustenau! Feldkirch jubelt nach Last-Minute-Tor

Heimat / 12.10.2026 • 14:07 Uhr
HC BW Feldkirch steht in der zweiten ÖHB-Cuprunde.
HC BW Feldkirch steht in der zweiten ÖHB-Cuprunde. Thomas Knobel

Rederer und Co. gewinnen das Prestigeduell gegen Lustenau knapp mit 29:28.

Feldkirch Spannender hätte dieses Vorarlberger Handball-Derby kaum enden können. Der HC Sparkasse Blau-Weiß Feldkirch hat sich in der ersten Runde des ÖHB-Cups auswärts gegen den HC Lustenau mit 29:28 durchgesetzt. Die Entscheidung fiel buchstäblich in letzter Sekunde. Mit einem Treffer kurz vor Schluss sicherten sich die Feldkircherinnen den umjubelten Einzug in die nächste Cup-Runde.

Von Beginn an entwickelte sich in Lustenau ein packendes Duell, in dem sich beide Mannschaften nichts schenkten. Die Gastgeberinnen zeigten sich kämpferisch und machten dem favorisierten Gegner das Leben schwer. Immer wieder gelang es Lustenau, die Feldkircherinnen unter Druck zu setzen und zwischenzeitlich sogar die Führung zu übernehmen. Doch Blau-Weiß hielt dagegen und ließ sich auch in schwierigen Phasen nicht aus der Ruhe bringen.

Besonders bemerkenswert: Feldkirchs Trainer Zoltán Balogh nutzte die Cup-Begegnung, um zahlreichen jungen Spielerinnen Einsatzzeit zu ermöglichen. Während einige Stammkräfte geschont beziehungsweise entlastet wurden, durften die Nachwuchstalente Verantwortung übernehmen. Und die jungen Feldkircherinnen bewiesen, dass auf sie Verlass ist. Sie fügten sich in das intensive Derby ein und leisteten ihren Beitrag zum knappen Erfolg.

Mit viel Glück behielt Feldkirch die Oberhand.
Mit viel Glück behielt Feldkirch die Oberhand. Thomas Knobel

Dass dieser Sieg kein Selbstläufer werden würde, zeigte sich spätestens in der Schlussphase. Lustenau kämpfte bis zum Ende um die Überraschung und hielt die Partie völlig offen. Beim Stand von 28:28 deutete bereits vieles auf eine Entscheidung auf Messers Schneide hin. Doch Feldkirch hatte noch eine letzte Antwort parat.

In den Schlusssekunden gelang den Gästen der entscheidende Treffer zum 29:28. Während bei den Feldkircherinnen der Jubel ausbrach, blieb den Lustenauerinnen nach einer starken Vorstellung nur die bittere Erkenntnis, denkbar knapp ausgeschieden zu sein.

Offensiv ragten bei Feldkirch vor allem Längle mit acht Treffern, Kiss mit sieben Toren und Alibegovic mit sechs Treffern heraus. Zsiak steuerte zwei Tore bei. Je einmal trafen Lange, Müller, Kaselj, Murnig, Trezek und Gottein.

Für Feldkirch geht die Reise im ÖHB-Cup damit weiter. Lustenau hingegen verabschiedet sich nach einem Derby, das bis zur letzten Sekunde Spannung bot, aus dem Bewerb. VN-TK