Flatz geht an seine Grenzen, wer geht mit?

Kultur / 03.12.2013 • 21:58 Uhr
Skulptur „Café Bad Connection“ von Flatz.  Foto: Nomi Baumgartl
Skulptur „Café Bad Connection“ von Flatz. Foto: Nomi Baumgartl

Eingesperrt im Käfig. Menschen setzen sich zumindest für kurze Zeit dem langen Leiden der Nutztiere aus. 

München. (VN-cd) Dem Umweltschutz, der Warnung vor den Folgen atomarer Energieerzeugung, dem Aufbegehren gegen Unrecht – solchen Themen widmet sich der Künstler Flatz immer wieder.  Im Rahmen des aktuellen Münchner Tollwood-Festivals, bei dem vor allem Musik- und Theaterproduktionen auf dem Programm stehen, errichtet der bekannte Vorarlberger eine weitere Großskulptur. „Café Bad Connection“ gleicht einem riesigen Käfig. Aufgestellt auf der Theresienwiese – ja, dort wo vor einigen Wochen noch das Oktoberfest-Besäufnis stattfand – soll als kritischer Kommentar zur Nutztierhaltung weithin sichtbar werden.

Die Tollwood-Veranstalter und Flatz rufen daher zur Teilnahme an der Kunstaktion „Krone der Schöpfung“ auf, die am 14. Dezember, 10 Uhr, stattfindet. Dass Flatz an seine Grenzen geht, das weiß man von früheren Performances, nun sollen es ihm viele gleichtun. Laut dem schriftlichen Aufruf müssen sie bereit sein, „bei winterlichen Witterungsbedingungen nackt und schutzlos – wie die Tiere – für zirka 15 bis 20 Minuten in der Physical Sculpture ,Café Bad Connection‘ des Künstlers Platz zu nehmen.“ Die Aktion wird von der renommierten Fotografin Nomi Baumgartl begleitet.

Motto „ARTgerecht“

Interessenten müssen mindestens 18 Jahre alt sein. Das Tollwood Winterfestival steht unter dem Motto „ARTgerecht“ und setzt sich in einer Gemeinschaftsaktion mit dem Deutschen Tierschutzbund gegen die industrielle Massentierhaltung ein.

Die Anmeldung ist per E-Mail unter organisation@tollwood.de möglich und sollte in den nächsten Tagen erfolgen.