In Boxershorts am Lünersee unterwegs

02.08.2019 • 18:14 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der polnische Streifen „Ravik the Steppe Turtle“ von Michal Chmielewski , der am 14. August beim Filmfestival Alpinale in Nenzing gezeigt wird, dreht sich um das Verliebtsein und Zukunftswünsche. alpinale
Der polnische Streifen „Ravik the Steppe Turtle“ von Michal Chmielewski , der am 14. August beim Filmfestival Alpinale in Nenzing gezeigt wird, dreht sich um das Verliebtsein und Zukunftswünsche. alpinale

Das Alpinale-Filmfestival startet in Kürze, es stehen 34 hochwertige Streifen auf dem Programm.

Nenzing Wie heißt es so schön: Über Geschmack lässt sich streiten. Kurzfilme dauern maximal 30 Minuten und können somit bei Nichtgefallen keinem lang auf die Nerven gehen. Beim Kurzfilmfestival Alpinale werden 34 sehenswerte Streifen, die aus rund 1000 Einreichungen ausgewählt wurden, gezeigt. Die vierköpfige Jury wird die Siegerfilme in den Kategorien „Animation“, „International“, „Hochschule“, „Preis der Jury“ und „v-shorts“ prämieren.

„Durch die kürzere Produktionsdauer können die Filmemacher schneller auf gesellschaftliche Entwicklungen reagieren. Heuer werden in den Handlungen der Kurzfilme ganz unterschiedliche Themen aufgegriffen“, erklärt Festivalleiterin Manuela Mylonas (38) im Gespräch mit den VN. Die Produzenten beschäftigten sich unter anderem mit Krampussen, der Leihmutterschaft, der Freundschaft, dem Rollenverständnis und schweren Depressionen.

Das Alpinale-Team, das aus rund 30 Personen besteht, möchte auch heuer Abwechslung bieten. Einige Produzenten werden persönlich anwesend sein und zu öffentlichen Filmbesprechungen zur Verfügung stehen. Vor dem Hauptprogramm und in den Pausen haben die Gäste die Möglichkeit, Virtual-Reality Brillen aufzusetzen und drei verschiedene Filme anzuschauen. Durch die spezielle Technik können sie in eine andere Welt eintauchen. „Wir möchten auf Veränderungen reagieren und Einblicke in die Filmwelt gewähren. Die Technik entwickelt sich immer weiter“, sagt Mylonas

Filme mit Vorarlberg-Bezug

Vier Streifen mit Vorarlberg-Bezug werden im Rahmen der Kategorie „v-shorts“ gezeigt. Mit dem Kurzfilm „I Am Social“ von Selina Nenning wird das fünftägige Festival am 6. August eröffnet. Sie thematisiert unter anderem die Auswirkungen von Social Media Plattformen. Der Streifen „The Differents“ von Fine Gumpert dauert nur drei Minuten, wird aber das Thema Diversität nachhaltig behandeln.

Eine schlaflose Nacht voller Fragen, wird im Rahmen des Films „1+1=1“ von Rupert Höller, aufgegriffen. „Ein Teil wurde am Lünersee gedreht, da haben wir unseren Schauspieler Felix in Boxershorts und bei Minusgraden durch den Schnee gejagt“, betont der Filmemacher. Maximilian Feurstein und Ted Dontchev produzierten ihr Werk „Dead-End“ in einer eiskalten Garage in England. Ihr achtminütiger Film dreht sich um einen Mann, der eine Massenvernichtungswaffe gestohlen hat. VN-MIR

„Wir möchten auf Veränderungen reagieren und Einblicke in die Filmwelt gewähren.“

Das Kurzfilmfestival wird ab 6. August am Ramschwagplatz (bei Schlechtwetter im Ramschwagsaal) stattfinden und bis 10. August dauern: www.alpinale.at