Erste Festspielveranstaltung im Mai und Pläne für 2021

Kultur / 15.03.2021 • 16:45 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Erste Festspielveranstaltung im Mai und Pläne für 2021
Die Seebühne wird in den nächsten Wochen aufgetaut. Die diesjährige Festspielsaison mit “Rigoletto” auf dem See soll offiziell am 21. Juli beginnen. STIPLOVSEK

Bregenzer Festspiele arbeiten an differenzierten Präventionskonzepten. Der Saisonstart ist am 21. Juli vorgesehen.

Bregenz Der im Jänner vorgesehene Einblick in die Oper „Wind“ des Vorarlberger Komponisten Alexander Moosbrugger musste abgesagt werden. Er findet nun am 3. Mai, 19 Uhr, im Kunsthaus Bregenz statt. Dabei sind bereits die ersten Klänge aus dem Stück zu hören. Nachdem die Orgel als Instrument bei dieser Produktion eine große Rolle spielt, wird die Funktionsweise präsentiert. Die bildende Künstlerin Flaka Haliti hat für das  Bühnenbild einen klingenden Raum entworfen.

Im Mittelpunkt der Oper steht die Liebesgeschichte von Poliphilo und Polia, die Hauptfiguren im 1499 unter dem Titel „Hypnerotomachia Poliphili“  erschienenen Roman von Franceso Colonna. Moosbrugger vertont Teile daraus für Stimmen, ein Streichquartett, Elektronik und der eigens für die Werkstattbühne entwickelten Orgel. Die Premiere soll am 19. August stattfinden.

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Der nächste Einblick in die Produktion der Oper "Wind" von Alexander Moosbrugger soll am 3. Mai im Bregenzer Kunsthaus stattfinden. BF/Köhler

“Wir arbeiten an der Durchführung des gesamten Programms”, hieß es noch während des harten Lockdowns aus den Büros der Bregenzer Festspiele. Daran hat sich nichts verändert. In Vorbereitung ist somit die Wiederaufnahme von Verdis “Rigoletto” auf dem See, die Neuinszenierung der Opern “Nero” von Boito und “Die Italienerin in Algier” von Rossini auf den Innenbühnen sowie die Schauspielpremiere “Michael Kohlhaas” nach der Novelle von Kleist. Dazu kommen mit der erwähnten Oper “Wind” des Vorarlberger Komponisten Alexander Moosbrugger und “Upload” des Niederländers Michel van der Aa zwei Opernuraufführungen und – als besondere Neuerung – die Uraufführung des Dramas “Lohn der Nacht” von Bernhard Studlar, die in Kooperation mit dem Theater Kosmos realisiert wird. Mit Konzerten, in deren Rahmen auch eine halbszenische Variante der Wagner-Oper “Das Rheingold” zur Aufführung kommt, einem Musiktheater für Jugendliche sowie einem Beitrag des Vorarlberger Landestheaters ist das Angebot umfangreich.

Statisten werden gesucht

Zurzeit werden auch wieder Statistenjobs angeboten. Die Bewerbungsfrist wurde nun gestartet. Insgesamt wurden rund 230.000 Karten aufgelegt. Nach der notwendig gewordenen Absage der Festspiele im Sommer 2020, in dem im Rahmen von “Festtagen” nur einige Konzerte und eine Indoor-Opernproduktion realisiert werden konnten, könne noch nicht beziffert werden, welche möglichen Besucherbeschränkungen vom Unternehmen ökonomisch zu verkraften und aus künstlerischer Perspektive vertretbar wären. Bei den zu erarbeitenden neuen Präventionskonzepten hat die Festspielleitung das gesamte Areal im Auge. Im Besonderen geht es darum, die Zugänge zur Seetribüne sicher zu machen. Die offizielle Eröffnung der Festspiele soll am 21. Juli stattfinden.

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