Der Büchner-Preis geht an den Österreicher Clemens J. Setz

Kultur / 20.07.2021 • 20:20 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Von Setz wurde heuer das Stück „Flüstern in stehenden Zügen“ in Graz uraufgeführt.apa
Von Setz wurde heuer das Stück „Flüstern in stehenden Zügen“ in Graz uraufgeführt.apa

Graz, DArmstadt „Mit Clemens J. Setz zeichnet die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung einen Sprachkünstler aus, der mit seinen Romanen und Erzählungen immer wieder menschliche Grenzbereiche erkundet“, teilte die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung am Dienstag in Darmstadt zur Entscheidung mit. Der mit 50.000 Euro dotierte Georg-Bühner-Preis gilt als wichtigste literarische Auszeichnung in Deutschland.

Setz reagierte mit Ehrfurcht. Einige der bisherigen Preisträger seien seine Vorbilder. Ohne sie hätte er nie angefangen zu schreiben.

„Seine bisweilen verstörende Drastik sticht ins Herz unserer Gegenwart, weil sie einem zutiefst humanistischen Impuls folgt“, heißt es von der Jury. Der in Graz geborene, 38 Jahre alte Künstler demonstriere eine „radikale Zeitgenossenschaft“, welche Buch um Buch die Schönheit und den Eigensinn großer Literatur beglaubige. Neben seinem Debütroman „Söhne und Planeten“, dem Erzählband „Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes“ oder dem Roman „Die Stunde zwischen Frau und Gitarre“ veröffentlichte Setz Prosa und Gedichte.  Zu den bisherigen Preisträgern gehören Max Frisch, Günter Grass, Heinrich Böll, Rainald Goetz, Terézia Mora und Elke Erb. Namensgeber des Preises ist der Dramatiker Georg Büchner (1813-1837).