Den Weg von der Zeichnung zur Skulptur erkunden

Kultur / 11.11.2021 • 22:31 Uhr
Installation des österreichischen Künstlers David Reumüller in der Galerie Lisi Hämmerle in Bregenz. GAlerie
Installation des österreichischen Künstlers David Reumüller in der Galerie Lisi Hämmerle in Bregenz. GAlerie

Mit David Reumüller lässt Lisi Hämmerle auch noch Lichtstadt-Projekte nachwirken.

Bregenz Wer sich von der Lichtstadt Feldkirch begeistert zeigte, war wenige Tage später vielleicht auch in Graz. Dort realisierte man jüngst das Klanglicht-Festival und setzte zum Teil auf jene Künstlerinnen und Künstler, mit denen auch Feldkirch kooperiert. Einer davon ist David Reumüller, Jahrgang 1979, gebürtiger Grazer und dort auch prominent im Kunsthaus präsent.

Keineswegs abgestanden

Was die stets auch um die Präsenz österreichischer Künstler bemühte Galeristin Lisi Hämmerle nun zeigt, basiert auf einer Ausstellung, die sie vor einigen Jahren mit ineinander verzahnten Arbeiten von Ferdinand Rüf und David Reumüller realisiert hatte. Schon damals war die oft zu sehende Transformierung der Linie in den Raum ein wesentliches, aber keineswegs abgestanden wirkendes Thema. Während Reumüller mit einigen der neuen Wandarbeiten nun den Aspekt der Wahrnehmung aufgreift und vielschichtige Oberflächenstrukturen vermittelt, die das menschliche Auge dann dreidimensional erscheinen lässt, treibt er in anderen wiederum das komplexe Spiel mit der Verhüllung. Man erahnt unter der Oberfläche etwas, das so diffus erscheint wie die Szenen seiner Videoarbeiten oder die Dokumente seines musikalischen Schaffens. Dass Reumüller auch als Musiker und Filmemacher tätigt ist, dürfte mittlerweile so bekannt sein wie seine Auseinandersetzung mit Realitätsebenen.

Konkret wird er in der eigentlich Installation. Begriffe wie „The End“, „Next“ und „Exit“ sind da in großen, weißen Lettern lesbar, je nach Perspektive aber auch variierbar. Mit den Gerüsten greift er einen Aspekt aus den Zeichnungen wiederum auf, eröffnet dem Betrachter aber auch weitere Deutungsmöglichkeiten. Hölzer aus verschiedenen Erdteilen wurden verwendet und auch weiterverarbeitet, sie ergeben ein Baugerüst oder ein locker strukturiertes Raster, mit dem auch auf Strichcodes angespielt wird.

Die Ausstellung in der Galerie Lisi Hämmerle in Bregenz (Anton Schneider Straße 4a) ist noch bis 13. November geöffnet, täglich, 15 bis 19 Uhr.