Sehr witzig, aber auch sehr ernst

Kultur / 12.01.2022 • 21:21 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Sehr witzig, aber auch sehr ernst

Das Figurentheaterfestival Homunculus soll heuer wieder umfangreich werden.

Hohenems Die Örtlichkeit für die Programmpräsentation des Figurentheaterfestivals Homunculus hätte spektakulärer nicht sein können. Auf Schloss Glopper präsentierte die künstlerische Leiterin Susanne Claus das eindrucksvolle Vorhaben, das vom 19. bis zum 28. Mai dieses Jahres im Löwensaal und auf dem Kirchplatz von Hohenems umgesetzt wird. „Wir haben erneut ein besonderes Programm zusammengestellt. Ihr könnt euch darauf freuen“, erklärt die Berlinerin Susanne Claus vielversprechend.

„Die Künstler haben die Corona-Zwangspausen sinnvoll genutzt, um kreativ zu arbeiten“, versichert Claus. Erfreulich war für sie die Auslastung des Festivals im vergangenen Jahr in der Höhe von 98 Prozent. „Rund 2000 Besucher sind der Einladung von Homunculus gefolgt“, sagt sie stolz. Den Auftakt beim Figurentheater-festival macht am 19. Mai die Theaterfirma Erfurt mit Winnetou im Baumarkt. „Es wird artistisch und absolut spektakulär zugehen“, so Claus über das humorvolle Stück. Am Tag darauf wird die Bühne für die „Hühner“ freigegeben. Die Gruppe „Exen“ zeigt mit ihrem Kinderprogramm, wie mit Clownerie ein Miteinander gelingen kann. Eine Weltpremiere präsentiert Homunculus mit „Nunatak“ auf dem Kirchplatz von Hohenems: alle 20 Minuten kann sich eine Person, die sich freiwillig melden sollte, von einem luftgetragenen Wal an Land verschlucken lassen. Ein Fahrradgenerator sorgt für die nötigen Energiespenden. Auch dafür benötigt es Freiwillige, die dieses Spektakel buchen können.

Anne Frank für Jugendliche

Sehr ernste und aufrüttelnde Produktionen sind ebenfalls vorgesehen. In Kooperation mit dem Jüdischen Museum in Hohenems wird die berührende Zeitreise „Anne Frank“ der deutschen Theatergruppe Artisanen für Kinder bzw. Jugendliche ab zwölf und interessierte Erwachsene gezeigt. „Dieses Stück war bereits für das Festival vor zwei Jahren geplant, welches wir coronabedingt leider nicht abhalten konnten“, so Claus. Neben weiteren Aufführungen für Kinder wie die „Hühner“, „Frederick“, „der Yark“, „Error 404“ und „Geschichten gegen die Angst“, sollen Erwachsene unter anderem mit humoresken Darbietungen wie „The Bride Side of Life“ oder „Schwein, Weib und Gesang“ auf ihre Kosten kommen.

Nachspiel im Bregenzerwald

„Wir haben bereits 2020 eine Kooperation mit dem Bregenzerwald geplant. Leider hat uns Corona einen Strich durch die Rechnung gemacht“, sagt Dieter Heidegger, Geschäftsführer von Homunculus. Umso mehr freut es ihn und den anwesenden Bürgermeister aus Doren, Guido Flatz, dass diese Pläne in diesem Jahr umgesetzt werden können. Am Ende des Festivals gastiert das Theater Fleisch+Pappe im Gemeindesaal Doren. Bei der Aufführung „Schwein, Weib und Gesang“ gilt es herauszufinden, ob Karl-Heinz und Sissi Schwein am Ende zusammenfinden werden. Stolz ist Geschäftsführer Heideg­ger, dass das Festival 50 Prozent des finanziellen Aufwandes selbst erwirtschaftet. Ein Teil kommt von der öffentlichen Hand. bvs

In Hohenems treten selbstredend auch die Nibelungen auf. Homunculus, bvs
In Hohenems treten selbstredend auch die Nibelungen auf. Homunculus, bvs
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Mit “Hamlet” hat Homunculus-Leiterin Susi Claus auch einen Klassiker im Programm.

Die Aufführungen des Homunculus-Festivals finden in Hohenems im Löwensaal und auf dem Kirchplatz und in Doren im Gemeindesaal statt.

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