AUs der Kulturszene

Kultur / 31.01.2022 • 19:08 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Olga Titus ist demnächst eine Ausstellung in Chur gewidmet. kunstmuseum
Olga Titus ist demnächst eine Ausstellung in Chur gewidmet. kunstmuseum

Serien bleiben im Trend

Berlin Nach Einschätzung des Branchenexperten Dennis Ruh ist der Serienboom der vergangenen Jahre noch lange nicht vorbei. „Bei Serienproduktionen beobachte ich eine gewisse Rückbesinnung auf eher bekannte, vom Zuschauer gelernte Formate – zum Beispiel Gerichtsdramen, Krankenhausserien oder Crime-Formate.“ Innovation sei also eher nicht bei den Formaten zu beobachten, sondern bei den Erzählweisen. Der Hunger nach Content  sei aber „unglaublich groß“.

 

Österreichs Bühnen konnten punkten

Graz, St. Pölten Zwei Produktionen österreichischer Bühnen haben es in das Tableau der zehn Inszenierungen des virtuellen „nachtkritik“-Theatertreffen 2022 geschafft. Anita Vulesicas Inszenierung von „Garland“ am Schauspielhaus Graz und Sara Ostertags Bühnenversion von Thomas Manns Roman „Der Zauberberg“ am Landestheater Niederösterreich sind unter jenen zehn Inszenierungen, die mit den meisten Stimmen bedacht wurden.

 

Künstlerin Olga Titus ausgezeichnet

Chur  Olga Titus ( geb. 1977) ist die vierte Preisträgerin des Kunstpreises des Bündner Kunstvereins. Die Auszeichnung beinhaltet eine Einzelpräsentation im Bündner Kunstmuseum und die Herausgabe einer Publikation. Die Künstlerin befasst sich vor dem multikulturellen Hintergrund ihrer schweizerisch-indisch-malaysischen Biografie mit Fragen zu Identität und kultureller Prägung. Ausgehend von Fotomontagen, die auf digitalen Bildern aus dem Internet beruhen, schafft sie großformatige Bilder aus bedruckten Pailletten und kaleidoskopartigen Videoarbeiten.

 

„Atemprotokolle“ aus der Intensivstation

München, Nürnberg Bilder aus Corona-Intensivstationen sind meist hochtechnisch: Riesige Apparate, Schläuche, Kabel, Monitore und dazwischen ein Mensch, vielleicht mit dem Tode ringend. Regisseurin Miriam Tscholl gibt diesen Geschichten nun unter dem Titel „Atemprotokolle“ an den Münchner Kammerspielen sowie später in Nürnberg eine Bühne. Tscholl hatte sich angehört, was ihr genesene Patienten, Angehörige von Verstorbenen, ärztliches Personal, Pflege- und Reinigungskräfte erzählten: Sorgen, Ängste, Hoffnungen, Wut und Freude.

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