Aus der Kulturszene

Kultur / 09.02.2022 • 18:21 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Sandra Wollner erhält den Preis für „The Trouble with Being Born“. Reuters
Sandra Wollner erhält den Preis für „The Trouble with Being Born“. Reuters

Kritikerpreis für heimischen Film

Berlin, Wien Das bereits mehrfach ausgezeichnete österreichische Science-Fiction-Drama „The Trouble with Being Born“ von Sandra Wollner ist vom Verband der deutschen Filmkritik zum besten Spielfilm des vergangenen Jahres gewählt worden. Der Verband würdigte damit am Mittwoch das Werk der Steirerin: Es erzähle in „kalten, beunruhigenden Bildern von künstlichen Menschen, Begierden und den Gefühlen, die eine Androidin entwickeln kann“. Das Werk bekam auch die Auszeichnung für die beste Kamera, Preisträger ist hier Timm Kröger. Und auch der Preis für die beste Darstellerin ging nach Österreich. Hier wurde Ursula Strauss für ihre vielschichtige Darstellung in Lisa Bierwirths Kinofilm „Le Prince“ ausgezeichnet. Die Verleihung soll später in diesem Jahr stattfinden.

 

Große Trauer nach Tod von Gerhard Roth

Wien Große Trauer herrscht nach dem Tod des Schriftstellers Gerhard Roth, der am Dienstag nach langer Krankheit im Alter von 79 Jahren in seiner Heimatstadt Graz verstorben ist. (Die VN berichteten). Bundespräsident Alexander Van der Bellen würdigte den Verstorbenen als „mutige und kluge Stimme“, Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer (Grüne) würdigte die beiden Romanzyklen „Die Archive des Schweigens“ und „Orkus“ als „literarische Kontinente, durch die wir noch lange reisen werden“. Auch die IG Autorinnen Autoren zeigten sich am Mittwoch tief betroffen. Roth habe „nicht nur ein Monumentalromanwerk hinterlassen, er gehört auch zum engsten Kreis derjenigen Autoren, die Graz in den 1970er-Jahren zur ‚heimlichen Literaturhauptstadt‘ oder auch ‚unheimlichen Literaturhauptstadt‘ gemacht haben“, so Gerhard Ruiss. Roth war einer der großen, zugleich stets politischen Erzähler und Literaten Österreichs.