Nach Absage der Buchmesse präsentieren sich Verlage selbst

Kultur / 18.02.2022 • 19:13 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Leipziger Buchmesse fand zuletzt im Jahr 2019 statt. dpa
Die Leipziger Buchmesse fand zuletzt im Jahr 2019 statt. dpa

Neben dem „Buchmesse Pop Up“ bereitet Österreich den Gastland-Auftritt vor.

Leipzig, Wien Nach der Absage der großen Leipziger Buchmesse planen unabhängige Verlage auf eigene Faust ein „Buchmesse Pop Up“ in Leipzig. Von 18. bis 20. März – dem Termin der abgesagten Messe – wollen rund 50 Verlage im Werk 2 in Leipzig ihre Titel präsentieren. Dazu sei ein umfangreiches Programm an Lesungen geplant. Unter anderem beteiligen sich die Aufbau Verlage, C.H.Beck, Hanser, Klett-Cotta, Kunstmann und Wagenbach. Das „Buchmesse Pop Up“ sei keine Gegenveranstaltung zur großen Buchmesse, sondern eine einmalige Lösung für dieses Jahr. Die Leipziger Messe hatte die Buchmesse in der vorigen Woche abgesagt und dies damit begründet, dass zu viele auf eine Teilnahme verzichten wollten.

Zudem bereitet Österreich heuer bereits seinen Gastland-Auftritt im Jahr 2023 vor. „Uns ist es wichtig, gerade in diesem Jahr ein großes Lebenszeichen zu geben. Wir möchten jetzt mit unserer Präsenz und unseren Veranstaltungen ein klares Signal an die Branche und den Standort Leipzig senden“, sagt die Staatssekretärin für Kunst und Kultur, Andrea Mayer.

Wie bedeutend die aktuelle Literatur aus Österreich ist, zeigt sich häufig an den Preisträger:innen renommierter literarischer Auszeichnungen, so bereits auch in diesem Jahr: Am 16. März nimmt der österreichische Autor Karl-Markus Gauß den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung entgegen. Am 17. März lädt das Gastland unter dem Titel „Wildes Österreich“ zu einem literarisch-musikalischen Abend in die Schaubühne Lindenfels ein. Begegnungen mit Xaver Bayer, Karl-Markus Gauß, Teresa Präauer, Stefanie Sargnagel und anderen sind vorgesehen.