So düster und nachdenklich wie noch nie

„The Batman“ liefert drei Stunden Blockbuster-Material, das unter die Haut geht.
Action Die letzte Nachricht aus dem Batman-Universum, sie erreichte uns 2019: Das war der große, der oscarprämierte „Joker“ mit einem famosen Joaquin Phoenix. Ein dunkles, ein erschütterndes Meisterwerk, welches seinen Platz längst sicher hat im Superheldenkino-Pantheon. Batman aber, der große Gegenspieler vom Joker, spielte nur eine sehr untergeordnete Rolle im Erfolg von 2019. Dafür erlebt der Fledermausmann nun ein wuchtiges Comeback: „The Batman“, das sind drei Stunden Blockbuster-Material, düstere 175 Minuten, die unter die Haut gehen. Erstmals wird Batman verkörpert vom Briten Robert Pattinson. An Pattinsons Seite spielen etwa Zoë Kravitz, Andy Serkis, Paul Dano, Colin Farrell. „The Batman“ soll der erste Film in einer neuen „Batman“-Trilogie sein.
Seit zwei Jahren wacht Bruce Wayne alias Batman über die Straßen von Gotham City. Legt sich mit den Gaunern der an New York erinnernden Fantasie-Metropole an. Meist an Batmans Seite: Butler Alfred und Lieutenant James Gordon. Dann erschüttert ein Killer die Elite Gothams: Ein Bürgermeisterkandidat stirbt, andere folgen, darunter der amtierende Staatsanwalt. Batman aber erfährt auch Unterstützung durch eine junge Dame namens Selina Kyle alias Catwoman, verkörpert von Zoë Kravitz. Bei seiner Suche nach einem Bösewicht namens The Riddler muss Batman nicht nur neue Beziehungen knüpfen, er wird auch mit wenig schönen Tatsachen aus der Vergangenheit seiner Familie konfrontiert.
Im Prinzip führt auch der neue Batman das weiter, was Christopher Nolan einst mit seiner „The Dark Night“-Trilogie (2005 – 2012) etablierte: Nie zuvor war Batman so düster und nachdenklich wie bei Nolan. Nie zuvor waren die Bösewichte so unheimlich und schräg wie in „The Dark Knight“. Dieser neue Batman ist keine leichte Kost. Abgeschnittene Daumen, verregnete Settings wie aus einem Film noir, hoffnungslose, verzweifelte und korrupte Charaktere wie aus einem Frank-Miller-Comic, eine nicht nur durch Gewalttaten und Verbrechen, sondern schließlich auch durch Wasserfluten überwältigte Stadt.
Positive Message
Zum Ende aber geben sich Drehbuch und Regie dann doch Mühe, die Kino-Besucher mit einer positiveren Message wieder hinauszulassen: „The people need hope“, heißt es im Finale, „die Leute brauchen Hoffnung“. Was könnte wahrer sein, in diesen Zeiten?
The Batman
Regie Matt Reeves
Darsteller Robert Pattinson, Zoë Kravitz, Paul Dano, Colin Farrell, Peter Sarsgaard, Andy Serkis, John Turturro
Start 3. März