Stadt Bregenz hat den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses angezeigt

Kultur / 08.04.2022 • 18:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Stadt Bregenz hat den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses angezeigt
Veronika Marte (ÖVP), Alexander Moosbrugger (damals Neos) und Sandra Schoch (Grüne) hatten Judith Reichart beschuldigt. Die Vorwürfe erwiesen sich als haltlos. VN

Kulturserviceleiterin Judith Reichart ist rehabilitiert, Stadt Bregenz leitet erste Schritte gegen Beschuldiger ein.

Bregenz Nachdem die Staatsanwaltschaft das Ermittlungsverfahren gegen Judith Reichart eingestellt hat und die Leiterin des Kulturservice rehabilitiert wurde, sind weitere Details aus der Vorgehensweise jener Politiker und Funktionäre bekannt geworden, die Judith Reichart belastet hatten. So ist Alexander Moosbrugger (damals Neos) mit Veronika Marte (ÖVP) und Sandra Schoch (Grüne) nicht nur am 4. Oktober 2021 mit Anschuldigungen gegen Reichart vor die Presse getreten und hat am selben Tag eine Anzeige wegen Betrugs und Untreue erstattet, diese Anzeigen wurden auch mehrmals wiederholt, nachdem der entlastende Bericht des Landeskriminalamts Anfang März 2022 bereits vorlag.

Laut Reicharts Anwalt Martin Mennel gingen am 11. März je ein Schreiben an das Oberlandesgericht und die Oberstaatsanwaltschaft in Innsbruck. Am 28. März wiederum sei eine Eingabe bei der Staatsanwaltschaft in Feldkirch erfolgt, wobei Moosbrugger, der einen ÖVP-Sitz im Prüfungsausschuss der Stadt innehat, auch vertrauliche Unterlagen aus diesem Ausschuss vorlegte. Die Stadt Bregenz hat nach Bekanntgabe der Vorfälle diese hinsichtlich verwaltungsstrafrechtlicher Fakten anwaltlich überprüfen lassen und teilte am Freitagnachmittag auf Anfrage der VN mit, dass gegen Alexander Moosbrugger bei der Bezirkshauptmannschaft Anzeige wegen Verletzung der Vertraulichkeit erstattet wurde.

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