Was die Jungen meistern, wird hier hörbar

Kultur / 08.05.2022 • 18:33 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Raphaela Fröwis ist hierzulande schon mehrmals erfolgreich als Komponistin in Erscheinung getreten. victor marin
Raphaela Fröwis ist hierzulande schon mehrmals erfolgreich als Komponistin in Erscheinung getreten. victor marin

In der Pforte-Reihe von Klaus Christa stehen junge Komponistinnen und Komponisten im Fokus.

Feldkirch Das nächste Konzert gehört vier jungen, in Vorarlberg lebenden Komponistinnen und Komponisten sowie Franz Schubert. Neben dem monumentalen Streichquartett in G-Dur D887 werden die 16 Deutschen Tänze, D 783, aus der Feder des jungen Schubert den musikalischen Antworten von Raphaela Fröwis, Baran Mohammedbeigi, Darius Grimmel und Zuko Samela gegenübergestellt, die das Schubert-Werk kommentiert haben.

Von Vorarlberg bis Südafrika

„Wir finden die Idee spannend, herauszufinden, wie junge Musikerinnen und Musiker auf diese so berührenden wie schlichten Tänze Schuberts musikalisch antworten und die Ergebnisse begeistern uns. Normalerweise werden Musikstücke immer nur in Worten kommentiert. Hier haben wir es mit musikalischen Kommentaren zu tun“, erklärt Klaus Christa, künstlerischer Leiter der Pforte-Konzerte, seine Intention. Die „Reihe ,Pforte von morgen“ ist dem Musiker, Musikvermittler und Pädagogen ein Anliegen: Es gelte, begabte begeisterte junge Musikerinnen und Musiker ins Konzertleben einzugliedern und ihnen ein Podium zu geben. Ich freue mich, dass auch die Uraufführungen von zwei Streichquartetten aus meiner Kammermusikklasse, dem InterNuevo-Quartett und dem Metanoia-Streichquartett aus der Taufe gehoben werden.“ Darius Grimmel (geb. 1996) stammt aus Lindau und hat unter anderem bei Francisco Obieta und Herbert Willi am Vorarlberger Landeskonservatorium studiert. Baran Mohammadbeigi (geb. 1999) kommt aus Teheran und wurde bzw. wird in Feldkirch von Beatriz Blanco und Mathias Johansen unterrichtet.

Die Vorarlbergerin Raphaela Fröwis (geb. 1993) studierte bei Francisco Obieta und trat hierzulande schon mehrmals als Komponistin in Erscheinung. Zuko Samela (geb. 1995) ist Mitglied des Bochabela String Orchesters aus Südafrika, mit dem Klaus Christa mittlerweile mehrere Projekte realisierte. Zudem hat er bereits mit dem renommierten Vorarlberger Jazzpianisten David Helbock gearbeitet.

Den zweiten Teil bestreitet das Epos-Quartett mit dem Streichquartett in G-Dur, D 887, von Schubert. „Dieses Werk ist eines der Musikstücke, die ich auf eine einsame Insel mitnehmen würde“, erklärt Klaus Christa. Im Epos-Quartett wird die deutsch-südafrikanische Geigerin Christina Brabetz, erste Konzertmeisterin der Komischen Oper in Berlin, an der Violine zu hören sein, da Christine Busch absagen musste. Verena Sommer, Klaus Christa und François Poly sind wie gewohnt mit von der Partie. Letzterer zeichnet auch für die Arrangements der ursprünglich für Klavier geschriebenen „Deutschen Tänze“ verantwortlich. VN-cd

„Es ist uns ein Anliegen, junge Musikerinnen und Musiker ins Konzertleben einzugliedern.“

Die Konzerte finden am 12. Mai, 19 Uhr, sowie am 13. Mai, 20 Uhr, im Pförtnerhaus in Feldkirch und am 14. Mai, 17 Uhr, im Frauenmuseum in Hittisau statt.