Guerilla im Nebel

Kultur / 13.05.2022 • 20:16 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Neun Veranstaltungen in neun Wochen. Es ist viel los im Kollektiv.Kollektiv raum
Neun Veranstaltungen in neun Wochen. Es ist viel los im Kollektiv.Kollektiv raum

Feste zu feiern gilt als zutiefst menschlich. Für das Bregenzer Kollektiv können es nicht genug sein.

Bregenz, Höchst Im Anfang ist der Nebel. Dieser atmosphärische Zustand ist gerade im Rheintal und -delta kein ungewöhnlicher. Diesen Umstand nutzt der in der Landeshauptstadt residierende Künstler Lukas Weithas, um einen zum Kulturort umfunktionierten Kuhstall in der ländlichen Peripherie (QV-Stadel in Höchst) mit einem städtischen Kunstraum (Kollektiv in Bregenz) in Beziehung zu setzen. In seiner Ausstellung „Fake Hells“ (Vernissage am heutigen Samstag, 14. Mai, ab 19.30 Uhr) präsentiert Weithas zeitlich und räumlich differenzierte transmediale Arbeiten. Während in Bregenz das Kollektiv seinen Trumpf als zwielichtig-nebulöser Freiraum, in dem keine Fragen gestellt werden, ausspielt, wird der Höchster QV-Stadel von den Gruppen E-L-R (Post-Metal/Doom) und Hiraeth (Ambient) beschallt.

„Moratorium des Alltags“

Diese Veranstaltungskombination gilt gleichsam als Ausgangspunkt für die unter dem Titel „Moratorium des Alltags“ stehenden Kollektiv-Wochen, ein Kunst- und Kulturfestival mit Performances, Konzerten, Lesungen und Schauspiel. Hinzu kommt die Gruppenausstellung „Kollektiv Kollektion II“ (3. Juni bis 1. Juli) mit 13 Künstlerinnen und Künstlern als Herzstück des Ganzen. Neun Veranstaltungen in neun Wochen, das sind neun Feste im Sinne der Gemeinschaft. Kein Sommer, wie er früher einmal war, sondern ein viel besserer. VN-HF

Die Kollektiv-Wochen laufen vom 14. Mai bis 15. Juli. Alle Infos unter www.kollektiv-raum.org