Filmfestival will Seidl-Film trotz schweren Vorwürfen zeigen

Kultur / 07.09.2022 • 17:59 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Ulrich Seidl wehrt sich gegen die Vorwürfe.  Reuters
Ulrich Seidl wehrt sich gegen die Vorwürfe.  Reuters

San Sebastian Trotz der aktuell heiß geführten Debatte um die Dreharbeiten von Ulrich Seidls “Sparta” will das 70. Internationale Filmfestival von San Sebastian an der Vorführung des Werks wie geplant festhalten. “Sparta” läuft zwischen dem 16. und 24. September im offiziellen Wettbewerb. Die Weltpremiere ist für den kommenden Freitag auf dem kanadischen Filmfestival von Toronto angesetzt. Man bewerte Festivalbeiträge ausschließlich nach Interesse und Qualität und sei nicht in der Lage zu beurteilen, wie ein Film gedreht wurde und ob es während der Dreharbeiten zu Vergehen kam, antwortete die Festivalleitung auf Anfrage der APA. “Wenn jemand Beweise für ein Verbrechen hat, sollte er dies der Justiz melden. Nur ein Gerichtsbeschluss könnte dazu führen, dass wir eine geplante Vorführung aussetzen”, hieß es weiter. Vergangene Woche hatte der deutsche “Spiegel” über massive Vorwürfe seitens der jugendlichen rumänischen Laiendarsteller und deren Familien berichtet. Die Familien seien nicht korrekt über die Filmthematik Pädophilie informiert worden, Kinder am Set hätten sich unwohl gefühlt.