Ein Dialog zwischen den Generationen

Kultur / 09.09.2022 • 18:25 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Luka Jana Berchtold wird neue Kuratorin der Galerie allerArt.

BLUDENZ „In der nunmehr 35-jährigen Geschichte von allerArt ist Luka Jana Berchtold erst die zweite Frau, die unsere Ausstellungen kuratiert“, sagt Wolfgang Maurer, Obmann des Kulturvereins allerArt bei der Vorstellung der neuen Kuratorin. Es sei auch ein Wunsch des Vorstands gewesen, einen Generationenwechsel zu vollziehen. Berchtold stammt aus Schwarzenberg, hat in Wien an der Akademie der bildenden Künste Bildhauerei studiert, lebt und arbeitet als Bildhauerin und Installationskünstlerin nach wie vor in der Bundeshauptstadt. „Ich werde mich bemühen, frischen Wind in den Ausstellungsraum zu bringen. Mir ist es ganz wichtig, Werke von sowohl etablierten als auch weniger etablierten Künstlerinnen und Künstlern zu präsentieren“, sagt die neue Kuratorin.

Das Spektrum des nächsten Ausstellungsjahres ist weit gefasst, so sind beispielsweise mit Magdalena Forster und Milena Georgieva Choreografie, Performance, Sound, Skulptur und Videos zu sehen, Tina Kult & Agnes Varnai präsentieren als Visual Artists eine Video Installation, 3D-Animation sowie ebenfalls Film und Skulptur, und Bildhauerin Liesl Raff aus Deutschland zeigt ihre Arbeiten, die einen eher experimentellen Zugang aufweisen.

Eine Klammer bilden die erste und letzte Ausstellung im Jahr 2023, die beide von Vorarlberger Künstlern sind. Manfred Egender war in den letzten drei Jahren Kurator bei allerArt. „Es ist bei uns schon Tradition, dass zum Abschluss der dreijährigen Kuratoren-Tätigkeit Werke des jeweiligen Kurators gezeigt werden. Wir sehen dies als Wertschätzung dem Künstler gegenüber“, so Maurer. Die letzte Ausstellung ist der Feldkircherin Melanie Ebenhoch gewidmet, für die Malerin und Bildhauerin ist die Ausstellung das erste „Heimspiel“ in Vorarlberg. Luka Jana Berchtold ist es ein Anliegen, auch jungen Künstlern eine Plattform zu bieten: „Es soll ein Dialog zwischen den Generationen entstehen.“

Neuer Name für die Galerie

Anlässlich des 35-jährigen Jubiläums wird im September erstmals ein Kunstpreis für Schüler der Sekundarstufe ausgeschrieben. „Wir folgen damit der Intention des Vereinsgründers Ingo Springenschmid, junge Menschen zu einer kreativen Auseinandersetzung mit den Themen der Zeit zu animieren“, betont Wolfgang Maurer. Die eingereichten Werke werden im Rahmen der Langen Nacht der Museen im Veranstaltungssaal der Remise einer breiten ­Öffentlichkeit präsentiert. Eine weitere Neuigkeit: Die Galerie allerArt ­erhält mit „Kunstraum Remise“ ­einen neuen Namen, der der Vielseitigkeit des kulturellen Angebots gerecht werden soll. Bi