Grissemann ohne Stermann mit Dolezal

Kultur / 04.10.2022 • 17:57 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Grissemann und Dolezal mit ihrem Programm
Grissemann und Dolezal mit ihrem Programm “Buh” am Spielboden.

„BUH! oder Knuffi und Saufi geben es sich voll.“

Dornbirn Ist es anfangs noch etwas ungewohnt, Christoph Grissemann mit einem anderen Partner als Langzeitkompagnon Dirk Stermann Gags, Gags, Gags abliefern zu sehen, gewöhnt man sich aufgrund der Präsenz und dem komödiantischen Talent von Christian Dolezal sehr schnell an seinen neuen Partner. Dolezal ist bekannt aus der Comedy-Serie „Schlawiner“, wo er als durchtriebener Opportunist „Andreas“ dem Hauptcast angehörte. Zuletzt besetzte ihn David Schalko als „Kommissar“ in „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“, zudem ist er ehemaliges Gründungsmitglied der Band „Sofasurfers“.

Grissemann erklärte das Fehlen von Stermann damit, dass es in diesem Programm um Schauspielkunst gehen soll und dieser vom gelungenen Schauspiel so weit entfernt sei wie Rapid Wien vom Meistertitel. Das Bühnensetting erinnerte ein wenig an die ORF-Satireshow “Willkommen Österreich”, nur dass die beiden Herren statt an Schreibtischen hinter mit grauem Stoff überzogenen Würfeln saßen. Den Rahmen für den Abend gaben fünf Tipps, wie selbst der schlechteste Schauspieler ein großer Star werden könne. Dolezal und Grissemann boten mit ihrer gut zweistündigen Show eine Mischung aus Stand-up, Doppelconference und sketchähnlichen Einlagen, und den beiden Kabarettisten gelang es, im ausverkauften Dornbirner Spielboden das Publikum den ganzen Abend über bestens zu unterhalten.

Dolezal erzählte von seiner absurden, auf Deutsch vorgetragenen Schnitzler-Monolog-Balkantour, blickte zurück auf seine Zeit in der Schauspielschule des Volkstheaters in Wien, wo allerlei Tierimprovisationen auf dem Programm standen – unter anderem der „Weiße Hai“ – und ließ auch erniedrigende Vorsprechtermine nicht aus. Grissemann arbeitete sich an Christoph Waltz, Albert Fortell und Paulus Manker ab und las Gags vor, die es nicht in das Programm von „Willkommen Österreich“ schafften. Eine Las Vegas-würdige Zaubershow sowie eine wunderbare Gesangseinlage rundeten das Programm ab.

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