“Eigenes Festival erschaffen”

Kultur / 04.04.2023 • 18:30 Uhr
Von der Fassade bis hin zur Beleuchtung: Bei der Erarbeitung der Konzepte wird nichts dem Zufall überlassen.

Von der Fassade bis hin zur Beleuchtung: Bei der Erarbeitung der Konzepte wird nichts dem Zufall überlassen.

35 kreative Köpfe tüfteln beim Poolbar-Generator am Design für das Sommerevent.

Hohenems „Die Stimmung ist jedes Jahr einfach schön. Es treffen so viele verschiedene Charaktere aus unterschiedlichen Disziplinen aufeinander und arbeiten gemeinsam auf ein Ziel hin“, schwärmt Lilian Furrer. Die Studentin ist seit zwei Jahren für die Organisation des Poolbar-Generators verantwortlich. „Es ist beeindruckend zu sehen, was innerhalb einer Woche alles entstehen kann“, sagt die 24-Jährige. Heuer geht der „Generator“ in seine zehnte Auflage. 35 Kunst-, Architektur- und Designstudenten haben sich im Hohenemser Löwensaal breitgemacht, um unter dem Motto „Dimension“ das gestalterische Konzept für das Festival zu entwickeln.

App mit Fotoarchiv

Getüftelt, gebastelt und gezeichnet wird in sieben verschiedene Themenlabors. Die Palette reicht von Architektur über Produkt- und Raumgestaltung bis hin zu Grafik, Literatur, Kunst und digitale Projekte. „Das Thema ,Dimension’ zieht sich wie ein roter Faden durch die einzelnen Bereiche“, erklärt Lilian Furrer. Im Labor „Digitale Projekte“ wird gerade an der Poolbar-App getüftelt, die im letzten Jahr erstmals für die Festivalbesucher zur Verfügung stand. „Wir spielen hier ebenfalls mit Dimensionen. Neben dem Timetable oder dem Ticketing, wird es passend zum 30-Jahr-Jubiläum des Festivals auch ein Fotoarchiv geben, durch das man anhand einer Zeitachse scrollen kann“, gibt Laborleiter Luca Meusburger (24) aus Dornbirn einen Vorgeschmack.

Um beim Poolbar-Generator teilzunehmen, hat Luisa Lukas einen weiten Weg auf sich genommen. „Ich bin zwölf Stunden mit der Bahn aus Kiel angereist“, erzählt die 25-jährige Studentin. Gemeinsam mit anderen Studierenden bastelt sie an ersten Modellen für die Poolbar-Möbel, die in Zusammenarbeit mit der Firma Hydro entstehen. „Es ist total besonders, an der Gestaltung für ein Festival in verschiedenen Disziplinen mitzuwirken, vor allem wenn man von außen kommt und noch nicht so sehr in dieser Festival-Bubble drin ist.“ Klara Summer aus Feldkirch hingegen ist seit vielen Jahren bekennende Poolbar-Gängerin. „Es hat mich schon immer gereizt, einmal hinter die Kulissen blicken zu können und sein eigenes Poolbar-Festival zu erschaffen“, erzählt die 22-Jährige, die an der BOKU in Wien Landschaftsplanung und Landschaftsarchitektur studiert.

„Coole Leute“

Florian Schuchlenz (25) aus Wien hat das Poolbar-Festival im vergangenen Jahr zum ersten Mal besucht. „Ich habe gesehen, wie viele coole junge Leute an dem Festival arbeiten. Es hat mich gereizt, selbst mitzuwirken, um meine Leidenschaft für die Architektur auch außerhalb der Uni mit Realitätsnähe ausüben zu können.“ Die Teilnahme am „Generator“ kann sich der Grazer auch für sein Architektur-Studium anrechnen lassen. „Man lernt so viel. Ich würde daher auch teilnehmen, wenn diese Möglichkeit nicht bestehen würde“, betont er mit einem Schmunzeln. VN-TAS

Klara Summer aus Feldkirch und Luisa Lukas aus Kiel tüfteln an den Poolbar-Möbeln. VN/Rhomberg
Klara Summer aus Feldkirch und Luisa Lukas aus Kiel tüfteln an den Poolbar-Möbeln. VN/Rhomberg
Luca Meusburger aus Dornbirn arbeitet mit seinem Team an der Poolbar-App.
Luca Meusburger aus Dornbirn arbeitet mit seinem Team an der Poolbar-App.

Poolbar Festival: 6. Juli bis 14. August, Altes Hallenbad und Reichenfeld in Feldkirch; Abschlusspräsentation des Poolbar-Generators:
7. April, 19 Uhr, Löwensaal Hohenems