“Wir können hier unser eigenes Poolbar-Festival erschaffen”

35 kreative Köpfe tüfteln am gestalterischen Konzept für das beliebte Sommerfestival.
Hohenems “Die Stimmung ist jedes Jahr einfach schön. Es treffen so viele verschiedene Charaktere aus unterschiedlichen Disziplinen aufeinander und arbeiten gemeinsam auf ein Ziel hin”, schwärmt Lilian Furrer aus Rorschach. Die Studentin ist seit zwei Jahren für die Organisation des Poolbar-Generators verantwortlich. Zuvor war sie selbst Teilnehmerin der Veranstaltungsreihe. “Es ist beeindruckend zu sehen, was innerhalb einer Woche alles entstehen kann”, sagt die 24-Jährige.
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Heuer geht der “Generator” in seine zehnte Auflage. 35 Kunst-, Architektur- und Designstudenten haben sich im Hohenemser Löwensaal breit gemacht, um unter dem Motto „Dimension“ das gestalterische Konzept für das Poolbar-Festival zu entwickeln.

Getüftelt, gebastelt und gezeichnet wird in sieben verschiedenen Laboren. Die Palette reicht von Architektur, über Produkt- und Raumgestaltung, bis hin zu Grafik, Literatur, Kunst und digitale Projekte.

“Das übergeordnete Thema ,Dimension’ zieht sich wie ein roter Faden durch die einzelnen Bereiche”, erklärt Lilian Furrer. Im Labor “Digitale Projekte” wird gerade an der Poolbar-App getüftelt, die im letzten Jahr erstmals für die Festivalbesucher zur Verfügung stand. “Wir spielen hier ebenfalls mit Dimensionen. Neben dem Timetable oder dem Ticketing wird es passend zum 30-Jahr-Jubiläum des Festivals auch ein Fotoarchiv geben, durch das man anhand einer Zeitachse scrollen kann”, gibt Luca Meusburger einen Vorgeschmack. Seit zwei Jahren ist der Dornbirner Leiter des Digital-Labors. “Was mir besonders gefällt, ist, dass sich so viele junge kreative Köpfe in einem Raum treffen und gemeinsam interdisziplinär arbeiten. Es ist auch interessant zu sehen, wie die verschiedenen Labore an das gleiche Thema herangehen.”



Um beim Poolbar-Generator teilzunehmen, hat Luisa Lukas einen weiten Weg auf sich genommen. “Ich bin zwölf Stunden mit der Bahn aus Kiel angereist”, erzählt die 25-jährige Studentin der Raumstrategien. Gemeinsam mit anderen Studierenden bastelt sie an ersten Modellen für die Poolbar-Möbel, die in Zusammenarbeit mit der Firma Hydro entstehen. “Es ist total besonders an der Gestaltung für ein Festival in verschiedenen Disziplinen mitzuwirken, vor allem wenn man von außen kommt und noch nicht so sehr in dieser Festival-Bubble drin ist”, sagt sie. Klara Summer (22) aus Feldkirch hingegen ist seit vielen Jahren bekennende Poolbar-Gängerin. “Es war für mich jedes Jahr spannend zu sehen, wie das Festival-Gelände aussieht. Daher hat es mich schon immer gereizt, einmal hinter die Kulissen blicken zu können und sein eigenes Poolbar-Festival zu erschaffen”, erzählt die 22-Jährige, die an der BOKU in Wien Landschaftsplanung und Landschaftsarchitektur studiert.

Florian Schuchlenz (25) aus Wien hat das Poolbar-Festival im vergangenen Jahr zum ersten Mal privat besucht. “Ich habe gesehen, wie viele coole junge Leute an dem Festival arbeiten. Es hat mich gereizt, selbst mitzuwirken, um meine Leidenschaft für die Architektur auch außerhalb der Universität mit Realitätsnähe ausüben zu können.” Die Teilnahme am Poolbar-Generator kann sich der Grazer auch für sein Architektur-Studium mit ECTS-Punkten anrechnen lassen. “Man lernt so viel. Ich würde daher auch am Generator teilnehmen, wenn diese Möglichkeit nicht bestehen würde”, sagt er mit einem Schmunzeln.
Das Poolbar Festival findet vom 6. Juli bis 14. August im Alten Hallenbad und im Reichenfeld in Feldkirch statt. www.poolbar.at; Die Abschlusspräsentation des Poolbar-Generators findet am 7. April um 19 Uhr im Hohenemser Löwensaal statt.






