Erlebbare Dornbirner Industriegeschichte

Kultur / 05.05.2023 • 17:41 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Stadtspuren machen Dornbirner Geschichte erlebbar. LCF
Die Stadtspuren machen Dornbirner Geschichte erlebbar. LCF

15 Stationen vom Gütle entlang des Müllerbachs bis zum Kraftwerk Forach.

Dornbirn Auf einem rund 6,5 Kilometer langen Rundweg vom Gütle bis zum Schaukraftwerk Forach entlang des Müllerbachs können Besucher an 15 Stationen die Industriegeschichte Dornbirns erkunden. Kulturstadtrat Alexander Juen betont, dass die Orte von innovativen Ideen, ehemaligen Weltmarktführern, sozialen Errungenschaften, Migration und Wandel erzählen. Heute gestalten Hightech- und Start-up-Unternehmen die Zukunft an diesen Orten, an denen einst unter schwierigen Bedingungen gearbeitet wurde. Die Stadtspuren beleuchten die Industriegeschichte Dornbirns aus unterschiedlichen Perspektiven.

In Dornbirn wurden einst die erste Tüllfabrik und die erste mechanische Weberei der Monarchie errichtet, auch der größte Websaal und die größte Seidenspinnerei Österreichs befanden sich hier. Die Stadt beherbergte die Hälfte aller Webstühle des Textillandes Vorarlberg, die erste mechanische Spinnerei und den bedeutendsten Metallbetrieb des Landes.

Um diese Geschichte erlebbar zu machen, wurde das Konzept gemeinsam vom Dornbirner Stadtarchivar Klaus Fessler und der Stadtplanung entwickelt. Bei der Eröffnung der Stadtspuren am Sonntag, die von 11 bis 16 Uhr bei der Station inatura/Rüsch-Werke stattfindet, erwartet die Besucher ein buntes Programm mit Kurzführungen, Kinderprogramm, Buchpräsentationen, Musik und Bewirtung zu historischen Preisen.

Zwei Themen

Die Stadtspuren beginnen am Gütle und führen an 15 Stationen vorbei, die Tafeln und Schnittstellen zu digital erlebbaren Geschichten bieten.

Der Aussichtspunkt Zanzenberg bietet einen Überblick. Die Route folgt den ältesten Webereien und Spinnereien entlang der Dornbirner Ache und des Müllerbachs, führt aber auch an noch produzierenden Betrieben der Metall-, Elektro- und Lebensmittelindustrie vorbei. Bedeutende, oft denkmalgeschützte Gebäude sind die historische Spinnerei Juchen, das inatura-Gelände beim Stadtgarten oder die Dampfzentrale in der Rhombergfabrik.

Jede Station beinhaltet zwei Themen: die jeweilige Geschichte vor Ort und ergänzend dazu ein wichtiges Thema der Dornbirner Industriegeschichte, das mit dem jeweiligen Standort verbunden ist.

Die Stadtspuren bestehen aus den einzelnen Stationen entlang der Dornbirner Ache und des Müllerbachs, einem Buch mit vertiefenden Informationen sowie einer App, die von Station zu Station führt und zusätzliche Medien anbietet. Die Stadtspuren-Route ist auch abschnittsweise begeh- und befahrbar. Außerdem gibt es spezielle Programme für Kinder, Schulklassen und Erwachsene. VN-AMA

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