Eine Umarmung für Bregenz

Rafet Jonuzi hat sich ein Readymade für Bregenz ausgedacht.
Bregenz Der in Bregenz lebende Künstler Rafet Jonuzi, bekannt für seine Readymades, großformatigen Zeichnungen und menschenähnlichen Gebilde aus Wäscheklammern, die 23,5-mal kleiner sind als die Realität, hat für Bregenz eine neue Skulptur erdacht.

Rafet Jonuzi kam die Idee in seinem Atelier; denn, „hier wird nichts verschwendet, alles wird recycelt, selbst dem Abfall kommt Bedeutung zu“, so Jonuzi. Vordergründig könnte man seine neue Skulptur mit „Neue Besen kehren gut“ betiteln. Zwei handelsübliche Kehrwische ineinander verkeilt, mit einer Höhe von ca. 4,5 Metern, mit jeweils 6000 Borsten, positioniert irgendwo an der Bregenzer Pipeline oder in den Seeanlagen. Derzeit existiert das Ganze nur als digitale Fotomontage, siehe Bilder. Spätestens im nächsten Jahr wird er diese Installation (als Fotomontage) und weitere Arbeiten in der Nationalgalerie in Skopje in der Ausstellung „Poi piovve dentro a l’alta fantasia“ („Dann regnet es in die hohe Fantasie“, aus Dantes Purgatorio, XVII. Gesang) präsentieren, die der Österreicher Walter Seidl und Ana Frangovska, Chefkuratorin der Nationalgalerie von Mazedonien, kuratiert haben.

Für Jonuzi trägt seine Skulptur den Titel „Die Umarmung“ oder „Tanz“, auch mit einem Fingerzeig auf das alljährlich in Bregenz stattfindende Tanzfestival Bregenzer Frühling. Eine unprätentiöse, augenfällige, originelle und perfekt umgesetzte Plastik harrt ihrer Ausführung.