Kommt Horizon Field zurück?

Die Weichen für eine dauerhafte Einrichtung sind gestellt.
Lech Nach monatelangen intensiven Verhandlungen konnte der Kunstverein Horizon Field Fortschritte bei der geplanten Wiederaufstellung des Kunstwerks „Horizon Field Vorarlberg“ von Antony Gormley erzielen. Für mehr als 70 Prozent der geplanten Standorte wurden bereits die notwendigen Verträge abgeschlossen, die für das behördliche Genehmigungsverfahren erforderlich sind. Diese Entwicklung stellt einen wichtigen Schritt in den Bemühungen des Vereins dar, das Kunstwerk dauerhaft in der Vorarlberger Landschaft zu installieren.

Ziel des Vereins ist es, möglichst alle 100 historischen Standorte des Kunstwerks durch langfristige Leihverträge zu sichern. Mit mehr als der Hälfte der 34 Vertragspartner wurden positive Gespräche geführt und bereits Vereinbarungen getroffen. Einige Gespräche laufen noch, sind aber auf einem guten Weg, so die erfreuliche Zwischenbilanz des Vereinsvorsitzenden Otto Huber: „Wir sind zuversichtlich, dass im ersten Halbjahr 2024 die Verträge für alle gewünschten Standorte abgeschlossen werden können. Den Grundeigentümern gebührt großer Dank für die großzügige und weitsichtige Unterstützung dieses für die Region so wichtigen Kunstprojektes. Die Anträge bei den Bezirkshauptmannschaften Bludenz und Bregenz wollen wir bis Mitte des Jahres einbringen.“

Große Unterstützung erfährt die Initiative auch von den Bürgermeistern der Standortgemeinden. Positive Stellungnahmen liegen bereits aus Dalaas, Klösterle, Lech, Warth, Schröcken, Schoppernau und Mellau vor. Diese Gemeinden haben Kunst und Kultur als wesentliche Säulen für einen erfolgreichen und nachhaltigen Ganzjahrestourismus erkannt. Otto Huber betont die Wichtigkeit dieser Unterstützung: „Die positive Haltung der Gemeinden zu unserem Projekt zeigt, wie Kunst und Kultur als treibende Kräfte für Tourismus und nachhaltige Entwicklung fungieren können.“

Um die Öffentlichkeit über den geplanten Wiederaufbau des Kunstwerks zu informieren, wurde vor Kurzem eine spezielle Website eingerichtet. Diese Plattform dient nicht nur als Informationsquelle, sondern sammelt auch persönliche Unterstützungserklärungen von prominenten Persönlichkeiten aus Kunst und Kultur. Zu den Unterstützern zählen unter anderem Sabine Haag, Generaldirektorin des Kunsthistorischen Museums Wien, der international anerkannte Designer Stefan Sagmeister und Andrea Mayer, Staatssekretärin für Kunst und Kultur. Gemeinsam betonen sie die einzigartige Bedeutung von “Horizon Field Vorarlberg” für die Region und das Land.

Kaum ein anderes Projekt vereine “künstlerische Bedeutung, touristische Strahlkraft, ökologische Nachhaltigkeit und gesellschaftspolitische Relevanz in dieser Brisanz und Unverwechselbarkeit”, betont Haag. Andrea Mayer hob die Fähigkeit des Kunstwerks hervor, Menschen auf sehr persönliche Weise mit Kunst in Berührung zu bringen und sie als wesentlichen Bestandteil des Lebens wahrzunehmen. Die Rückkehr dieser einzigartigen Installation sei eine „großartige Bereicherung für das Kunstland Österreich“.

Künstler und Designer Stefan Sagmeister: „Das Schwierigste im Design und in der Kunst ist, eine ‘gute’ Arbeit zu kreieren, die sowohl die Experten also auch die Massen überzeugen kann. Antony Gormleys ´Horizon Field Vorarlberg´ ist eines dieser seltenen Werke, die das auf wunderbare Weise vollbringen.“
Kunstprojekt unterstützen Der Verein bietet auf seiner Website allen Interessierten die Möglichkeit eine persönliche Unterstützungserklärung abzugeben