Renaissance trifft Jazz im Cubus Wolfurt

Konzertabend mit dem Bregenzer Kammerchor, Johannes Hämmerle und David Helbock.
Wolfurt Ein Konzertabend voller überraschender Verbindungen erwartet das Publikum am Samstag, den 7. Juni, im Cubus in Wolfurt. Unter dem Motto „Come Again“ treffen an diesem Abend Renaissance-Madrigale auf Jazzimprovisationen, Cembalomusik auf Pop-Arrangements – und machen das Konzert zu einer Reise durch Jahrhunderte musikalischer Ausdrucksformen. Beginn ist um 19.30 Uhr. Im Zentrum des Abends steht der Bregenzer Kammerchor unter der Leitung von Hubert Herburger, der sich seit Jahrzehnten der anspruchsvollen Chorliteratur widmet. Gemeinsam mit dem Cembalisten Johannes Hämmerle eröffnet der Chor das Konzert mit einer musikalischen Zeitreise ins frühe 17. Jahrhundert. Englische und italienische Madrigale wechseln sich ab mit Cembalostücken aus der Zeit um 1600 – kunstvoll, transparent und in einer Formensprache, die bis heute fasziniert. Die Gegenüberstellung zeigt, wie nah sich Vokal- und Instrumentalmusik dieser Epoche im Ausdruck stehen, wie sehr beide auf dialogische Struktur, rhythmische Lebendigkeit und feine Klangfarben setzen.
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Nach der Pause schlägt das Programm eine ganz andere Richtung ein – aber auch hier bleibt das Prinzip der Gegenüberstellung erhalten. Der international gefragte Jazzpianist David Helbock präsentiert eigene Bearbeitungen von Themen aus ganz unterschiedlichen Welten: Filmmusik von John Williams, Songs von Prince, Motive von W.A. Mozart – und eine Eigenkomposition. Helbock, der mit stilistischer Offenheit und pianistischem Einfallsreichtum seit Jahren Publikum und Kritik begeistert, versteht es, musikalische Grenzen mit Leichtigkeit zu überschreiten.
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Den Schlusspunkt des Abends setzt erneut der Bregenzer Kammerchor – diesmal mit A-cappella-Arrangements aus der Welt der Popmusik. Werke von unter anderem Pink Floyd erhalten in der vielstimmigen Chorfassung eine neue klangliche Dimension. Die Bearbeitungen verlangen dem Ensemble einiges ab: Intonatorische Sicherheit, klangliche Transparenz und rhythmische Präzision. Der Chor, der vor einigen Jahren seinen Schwerpunkt auf anspruchsvolle A-cappella-Programme gelegt hat, zeigt sich dabei stilistisch flexibel und technisch versiert. Durch seine aktuelle Besetzung mit zwei Sopranstimmen ist der Chor besonders gut für komplexe, fünfstimmige Werke geeignet – und macht sich diese Klangfülle auch bei modernen Arrangements zunutze.
Der Bregenzer Kammerchor wurde vor 38 Jahren von Hubert Herburger gegründet und steht seit Beginn unter seiner Leitung. Herburger, der am Salzburger Mozarteum Musikpädagogik studierte und sich in Wien sowie in internationalen Kursen im Fach Dirigieren weiterbildete, war über Jahrzehnte hinweg auch Leiter des Schulchors am Sacré Coeur Riedenburg. Johannes Hämmerle, ausgebildet an der Musikuniversität Wien in Orgel, Cembalo und Kirchenmusik, ist als Domorganist in Feldkirch tätig und wirkt seit vielen Jahren auch als Ensemblemusiker – zuletzt unter anderem bei „Concerto Stella Matutina“. David Helbock wiederum gehört zu den international erfolgreichsten Jazzmusikern Vorarlbergs – als Pianist, Komponist und Arrangeur. Moderiert wird der Abend von Bettina Barnay-Walser, die mit Hintergrundinformationen und verbindenden Gedanken durch das vielgestaltige Programm führt.