Internationale Spitzenklasse zu Gast in Wolfegg

Dirigent Manfred Honeck, Starcellist Sheku-Kanneh Mason und Fibonacci Quartett.
Wolfegg Die Internationalen Wolfegger Konzerte setzen 2026 ihre Tradition fort und präsentieren vom 26. bis 28. Junis ein anspruchsvolles Programm, das Kammermusik, große Symphonik und geistliche Vokalmusik umfasst. Die künstlerische Leitung liegt erneut in den Händen des Vorarlberger Dirigenten Manfred Honeck, der das Festival seit vielen Jahren prägt und ihm internationale Ausstrahlung verleiht.

Internationales Spitzenniveau erwartet das Publikum auf Schloss Wolfegg bereits am Samstag, dem 27. Juni, beim Orchesterkonzert im Rittersaal. Im Zentrum des Abends steht der Auftritt des gefeierten Cellisten Sheku Kanneh-Mason. Er hatte bereits mit Manfred Honeck in Pittsburgh zusammengearbeitet und ist auf den größten Konzertbühnen weltweit zu Hause. Der charismatische Ausnahmekünstler interpretiert Joseph Haydns Cellokonzert Nr. 1 in C-Dur. Begleitet wird er von der dem Wolfegger Publikum bereits bekannten Deutschen Radiophilharmonie Saarbrücken Kaiserslautern, die den Abend mit der Ouvertüre zu “Der Freischütz” von Carl Maria von Weber eröffnen – zugleich eine Hommage an dessen 200. Todestag. Den Abschluss bildet Mozarts Symphonie Nr. 41 Jupiter, die zuletzt vor vielen Jahren in Wolfegg gespielt wurde.

Das Kirchenkonzert am Sonntag, dem 28. Juni, bildet unter Honecks Leitung den feierlichen Höhepunkt des Festivals. Auf dem Programm stehen zwei Motetten von Anton Bruckner für Chor a cappella sowie die monumentale Messe Nr. 3 f-Moll, die zu den eindrucksvollsten geistlichen Werken des 19. Jahrhunderts zählt. Als Solistinnen und Solisten sind Christina Landshamer, Anna-Lucia Richter, Maximilian Schmitt und Krešimir Stražanac zu erleben. Landshamer ist dem Wolfegger Publikum seit vielen Jahren besonders vertraut und geschätzt. Neben der Deutschen Radiophilharmonie wirkt der Philharmonische Chor München mit, ein langjähriger Partner des Festivals.

Auch die Kammermusik kommt nicht zu kurz: Den Auftakt in der Alten Pfarr am Freitag, dem 26. Juni, gestaltet das Fibonacci Quartet, eines der führenden jungen Streichquartette Europas. Das vielfach ausgezeichnete Ensemble ist das erste Quartett überhaupt, das sowohl den Ersten Preis als auch den Publikumspreis beim angesehenen Premio Paolo Borciani gewann. In der Saison 2025/26 gastiert es in bedeutenden Sälen wie dem Wiener Musikverein, der Berliner Philharmonie und der Elbphilharmonie Hamburg.

In Wolfegg spannt das Quartett einen Bogen von Werken von W. A. Mozart und Robert Schumann über Josef Suk bis hin zu Leoš Janáček. Eine charmante Besonderheit ist, dass der Name des Ensembles auf den Mathematiker Leonardo Fibonacci verweist – die nach ihm benannte Zahlenfolge findet sich in der Spiralform wieder, die auch das Schneckenmotiv der Streichinstrumente prägt.