Englischer Alltag: Klassenkampf und Anerkennung.

Johnny Sweets Debütroman „Kellerby-Code“ fesselt mit Intrigen, Spannung und Cliffhangern.
Schwarzach Johnny Sweet wurde 1985 in Nottingham geboren und ist Comedian, Schauspieler, TV- und Filmautor sowie erfolgreicher Serienentwickler und Produzent. Für sein Comedy-Programm erhielt er unter anderem den Edinburgh Comedy Award in der Kategorie des besten Newcomers. Als Schauspieler kennt man Sweet vor allem aus der britischen Serie “Babylon”. Der Thriller “Kellerby-Code” ist Sweets Debütroman.
Spannender Start
“Kellerby-Code” beginnt den Thriller mit einem Prequel. Zu dem Zeitpunkt wissen die Leser noch nicht, wer die eigentlichen Protagonisten des Romans sind. In dieser Rückblende geht es um einen gewissen Edward, der sich in einem Garten eines Anwesens der britischen Upper Class aufhält und offenbar etwas sucht. Edward wird fündig. “Schließlich steckte Edward die Hand in die Tasche, um das Ding näher zu inspizieren, das kein altertümliches Relikt war, wie er wusste, sondern ein halber menschlicher Kiefer”, beendet Sweet den Vorspann. Ein spannender Start in den britischen Thriller! Im weiteren Verlauf des Romans wird schnell klar, dass es sich bei den Protagonisten um das Dreiergespann Edward, Robert und Stanza handelt. Robert und Stanza sind Teil der britischen Upper Class. Der mittellose Edward sucht bei ihnen Anerkennung und tut alles, um Teil der Reichen und Schönen zu sein.
Bitteres Erwachen
Edwards Suche nach Anerkennung bei der Elite ist so groß, dass er sich von Edward und Stanza ausnutzen lässt – keine Aufgabe ist ihm zu schwer. Er putzt für sie, kocht ihnen Mahlzeiten und übernimmt die eine oder andere Aufgabe. Eines Tages bringt er Robert frische Kleidung aus der Reinigung ins Almeida Theatre in London. Robert ist Regisseur und wartet darauf, dass die Premierenaufführung seines neuen Stücks beginnt. Gemeinsam mit Stanza sieht er sich Roberts neues Stück an. Als die Premierenfeier gerade im vollen Gange ist, hat Robert einen überraschenden Auftrag: Edward soll sich um Roberts Stalker “D‘Angelo – Danger Mouse” kümmern. D’Angelo wartet bereits vor dem Theater. Obwohl Edward von D’Angelo bedroht wird, gelingt es ihm schließlich, den Stalker abzuwimmeln. Zurück im Theater kann er Robert und Stanza nicht mehr finden, also macht er sich auf den Heimweg. Kurz nachdem er das Theater verlassen hatte, entdeckt er die beiden jedoch küssend in einer Straßenecke. Dabei ist er doch in Stanza verliebt. Ein bitteres Erwachen mit Folgen.
Cliffhanger
Johnny Sweets “Kellerby-Code” ist ein gelungener Debütroman. Bereits nach dem kurzen Prequel hat Sweet seine Leser schnell in Bann gezogen. Sweet spannt um den Thriller ein Netz an Intrigen. Erst im Verlauf des Romans erkennt der Leser seine Zusammenhänge – so bleibt der Thriller spannend. Nach und nach lernt der Leser auch die Vergangenheit der Protagonisten kennen. Besonders Edwards Background fließt gekonnt in den Roman ein. So baut Sweet eine Art Profil auf. Nicht zuletzt sollten die Cliffhanger erwähnt werden. Kaum ein Kapitel endet nicht spannend. Besser kann man sich ein Debüt nicht vorstellen.