“Die Musik verbindet uns bis heute”

Die Vorarlberger Kultband Krauthobel veröffentlicht ihr neues Album „Universum“.
Dornbirn Die Vorarlberger Band Krauthobel veröffentlicht mit „Universum“ ihr elftes Album. Seit mehr als 30 Jahren schreibt und interpretiert die Gruppe Songs im Montafoner Dialekt, die sich mit Alltagsbeobachtungen auseinandersetzen. Das Repertoire umfasst sowohl rockige Stücke als auch ruhigere Balladen und gesellschaftsbezogene Texte. Das neue Album zeichnet sich durch klare Melodien, ausgearbeitete Arrangements und sprachlich reduzierte, lebensnahe Texte aus. Die Präsentation findet am 18. April im Kulturhaus Dornbirn statt.
Mit „Universum“ legt ihr euer elftes Album vor. Wolltet ihr eher etwas Neues aufbrechen oder das, wofür Krauthobel steht, noch einmal bewusster schärfen?
Christoph Bitschnau Es ist kaum zu glauben, aber es ist tatsächlich schon unser elftes Album! Da merkt man erst, wie schnell die Zeit vergeht. Ich denke, es ist für eine Band oder für Musiker ganz normal, dass man sich im Laufe der Jahre weiterentwickelt, Neues ausprobiert und versucht, den aktuellen Zeitgeist musikalisch einzufangen. Einer Sache sind wir uns dabei aber immer treu geblieben: Krauthobel steht für ehrliche, authentische Musik. Unsere selbstgeschriebenen Texte erzählen Geschichten, die das Leben schreibt. Meiner Meinung nach ist „Universum“ musikalisch anspruchsvoller und spürbar reifer geworden.
Eure Songs leben seit Jahrzehnten vom Montafoner Dialekt. Was kann euch diese Sprache ausdrücken, was in einem glatteren, hochdeutschen Text verloren ginge?
Christoph Bitschnau Der Montafoner Dialekt bedeutet für uns schlichtweg Heimat! Wir Montafoner sind sehr stolz auf unsere einzigartige Sprache. Es gibt bei uns Ausdrücke, die sich nur schwer oder gar nicht ins Hochdeutsche übersetzen lassen. Zudem ist es für uns viel emotionaler, in unserer Muttersprache zu singen.

Welche Themen oder Erfahrungen haben dieses Album besonders geprägt?
Christoph Bitschnau Ursprünglich war der Plan, das Album mit unserem langjährigen Freund und Musikproduzenten David Bronner zu produzieren. Leider verstarb David sehr unerwartet ganz zu Beginn des Prozesses. Wir haben das Album daraufhin in Eigenregie in unserem Studio vollendet. Da wir David als Mensch sehr geschätzt haben, ist ihm dieses Album gewidmet.
Krauthobel klingt auf „Universum“ offenbar vertraut und zugleich frischer. Wo habt ihr musikalisch an eurem Sound gearbeitet?
Christoph Bitschnau Die frischen Impulse sind größtenteils in unserem Kraut-Studio entstanden, wo wir alle Songs gemeinsam mit der Band live eingespielt haben. Ein Album zu produzieren, ist ein herausfordernder und langwieriger Prozess – sowohl beim Texten als auch bei der Komposition. Jürgen Ganahl ist unser musikalischer Kopf und hat hier ganz klar die Richtung vorgegeben.
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Die Live-Präsentation im Kulturhaus Dornbirn ist am 18. April 2026. Was bedeutet euch dieser Moment nach mehr als 30 Jahren Bandgeschichte?
Christoph Bitschnau Wir freuen uns alle riesig auf die Live-Premiere am 18. April im Kulturhaus Dornbirn. Ein neues Album vorzustellen, ist immer wieder ein unbeschreibliches Erlebnis. Wir werden an diesem Abend fast alle neuen Songs präsentieren, was sicherlich eine einmalige Atmosphäre schaffen wird. Als Support konnten wir die Vorarlberger Band „numali meea“ gewinnen, die den Abend mit handgemachtem Indie-Folk eröffnen wird. Dass Krauthobel heuer 30-jähriges Jubiläum feiert, können wir selbst kaum glauben. Das Beste daran ist, dass wir nach wie vor alle wahnsinnig viel Spaß haben. Was gibt es Schöneres, als seiner Leidenschaft nachzugehen? Die Musik verbindet uns bis heute.