Cornelius Obonya bittet zum Spaziergang

Kultur / 03.05.2026 • 11:32 Uhr
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Cornelius Obonya zählt, nicht zuletzt als ehemaliger „Jedermann“, zu den bekanntesten Schauspielern Österreichs.Sasha Ilushina photography

Zum Muttertag erweitert „Musik in der Pforte“ seine musikalischen Spaziergänge nach Feldkirch.

Feldkirch Die Reihe „Musik in der Pforte“ setzt sich in Bewegung und erweitert ihren Radius. Was bislang eng mit Götzis und dem Weg nach St. Arbogast verbunden war, führt ab dieser Saison auch an andere Orte Vorarlbergs. Nach neuen Stationen wie der Kammgarn in Hard wird nun auch Feldkirch zum Schauplatz eines Formats, das Naturerlebnis, Musik und Literatur in ungezwungener Atmosphäre miteinander verbindet. Passend zum Muttertag am Sonntag, 10. Mai, lädt die Pforte zu einem musikalischen Spaziergang rund um die Schattenburg ein, mit anschließendem Konzert im Rittersaal und einem besonderen Gast: Cornelius Obonya.

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Den musikalischen Part übernimmt neben dem Klarinettist Kenichi Kawabata das Tanin Quartett.Privat

Für den künstlerischen Leiter Klaus Christa ist die Ausweitung ein bewusster Schritt. „Wir wollten den Radius ausweiten“, erklärt er die Idee hinter den neuen Spielorten. Die musikalischen Spaziergänge sollen damit nicht mehr nur an eine vertraute Route gebunden sein, sondern an verschiedenen Orten jene Verbindung von Landschaft, Bewegung und künstlerischer Begegnung ermöglichen, die das Format seit Beginn prägt. In Feldkirch bietet die Schattenburg dafür eine besonders reizvolle Kulisse: historisches Ambiente, gut begehbare Wege und ein Rittersaal, der dem abschließenden Konzert einen festlichen Rahmen gibt.

Cornelius Obonya bittet zum Spaziergang
Klaus Christa ist die Ausweitung ein bewusster Schritt. „Wir wollten den Radius ausweiten“.Kenichi Kawabata

Für die Premiere in der Montfortstadt konnte mit Cornelius Obonya einer der profiliertesten Schauspieler Österreichs gewonnen werden. Der ehemalige Salzburger „Jedermann“, Burgschauspieler, Fernseh- und Hörspielsprecher wird den Spaziergang und das Konzert literarisch begleiten. Unter dem Titel „Ich finde dich in allen diesen Dingen“ rezitiert Obonya ungewöhnliche Liebesgedichte, die abseits allzu vertrauter romantischer Pfade wandeln und gerade dadurch eine besondere Nähe entfalten.

Humor, Präzision und Bühnenpräsenz

Obonya, 1969 in Wien geboren, stammt aus einer der großen österreichischen Theaterfamilien. Seine Mutter ist Elisabeth Orth, seine Großeltern waren Paula Wessely und Attila Hörbiger, sein Vater Hanns Obonya ebenfalls Burgschauspieler. Doch Cornelius Obonya hat sich nie allein auf diesen Namen verlassen. Nach seiner Ausbildung am Max Reinhardt Seminar und prägenden Jahren bei Gerhard Bronner entwickelte er eine eigene künstlerische Handschrift, in der Sprachbewusstsein, Humor, Präzision und Bühnenpräsenz zusammenfinden. Einem breiten Publikum wurde er besonders als Jedermann der Salzburger Festspiele bekannt, den er von 2013 bis 2016 vor dem Dom spielte. Seither steht sein Name für eine Schauspielkunst, die Tradition kennt, aber nicht in ihr erstarrt.

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Den musikalischen Part übernehmen das Tanin Quartett und der Klarinettist Kenichi Kawabata. Die jungen Musikerinnen und Musiker aus der „Pforte von morgen“ spannen ihr Programm von Haydn und Mozart bis zu Ravel und Volksmusik. Wer den Spaziergang nicht mitgehen möchte, kann auch direkt zum Konzert um 17 Uhr im Rittersaal der Schattenburg dazustoßen. Der gemeinsame Spaziergang beginnt um 15.30 Uhr im Innenhof der Schattenburg und findet bei jeder Witterung statt. Um 17 Uhr folgt das Konzert im Rittersaal, ehe der Nachmittag gegen 18 Uhr im Innenhof mit Bewirtung und musikalischen Zugaben ausklingt.