Neue Struktur für die Montforter Zwischentöne

Kultur / 04.05.2026 • 12:57 Uhr
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Produktionsleiter Noah Vinzens, Pressereferentin Silja Vinzens, die Künstlerischen Leiter Folkert Uhde und Silvia Salzmann.Sarah Mistura

Festival setzt auf Sommer- und Herbstausgabe sowie überarbeitetes Erscheinungsbild.

Feldkirch Die Montforter Zwischentöne stellen sich neu auf: Mit einer veränderten Festivalstruktur, einer erweiterten künstlerischen Leitung und einem überarbeiteten Erscheinungsbild präsentierte das Team in der vergangenen Woche seine zukünftige Ausrichtung. Gemeinsam mit der neuen Co-künstlerischen Leiterin Silvia Salzmann aus Fußach gab Intendant Folkert Uhde Einblick in programmatische Überlegungen und geplante Formate. Im vergangenen Jahr zog sich Mitbegründer Hans-Joachim Gögl nach zehn Jahren aus dem Festival zurück. Seit der Gründung der Montforter Zwischentöne im Jahr 2015 prägte er deren Profil maßgeblich und verantwortete insgesamt 24 thematische Schwerpunkte.

Zentraler Bestandteil der Neuausrichtung ist die Einführung von zwei Festivalphasen pro Jahr. Künftig werden die Montforter Zwischentöne sowohl im Sommer als auch im Herbst stattfinden. Die erste Sommerausgabe ist für den Zeitraum vom 7. bis 14. Juni 2026 in Feldkirch vorgesehen. Geplant ist ein breit gefächertes Programm, das verstärkt in den öffentlichen Raum ausgreift. Interventionen im Stadtraum sollen alltägliche Orte temporär in künstlerische Schauplätze verwandeln, ergänzt durch Formate wie einen Konzertspaziergang in den Abendstunden. Ein Teil der Veranstaltungen wird bei freiem Eintritt zugänglich sein.

Zwischenräume

Parallel zur strukturellen Neuausrichtung wurde auch das visuelle Erscheinungsbild des Festivals grundlegend überarbeitet. Der Branding-Experte Leone Ming entwickelte gemeinsam mit der Grafikdesignerin Maria Marega ein neues Gestaltungskonzept. Ausgangspunkt bildete die bestehende Wortmarke „Montforter Zwischentöne“, deren Buchstaben formal zerlegt und neu interpretiert wurden. Die daraus gewonnenen Zwischenräume dienen als Grundlage für prägnante grafische Formen, die in variablen Anordnungen und einer neu definierten Farbpalette eingesetzt werden. Ergänzend dazu wurde die kompakte Wort-Bild-Marke „MOZ“ eingeführt.

Auch in der Kommunikation setzt das Festival künftig andere Akzente. Die bisherige Programmbroschüre wird durch das zweimal jährlich erscheinende „MOZ-Magazin“ ersetzt, das sowohl gedruckt im Stadtraum als auch digital verfügbar sein wird. Neben Programminformationen soll es redaktionelle Beiträge, Hintergrundberichte und Porträts der beteiligten Künstlerinnen und Künstler bieten. Darüber hinaus bleiben die Montforter Zwischentöne ganzjährig präsent. Mit dem Podcast „Gezwitscher – Der Podcast der Montforter Zwischentöne“ wird das Festival kontinuierlich begleitet. Moderiert von Silja Vinzens, widmet sich das Format monatlich wechselnden Gesprächspartnern und Themen rund um die künstlerische Arbeit. Der Podcast ist über gängige Plattformen abrufbar.

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Die Montforter Zwischentöne sind ein in Feldkirch beheimatetes Festival, das sich zwischen Musik, Diskurs und experimentellen Formaten bewegt. Bekannt ist es für thematisch kuratierte Programme, die gesellschaftliche Fragen mit künstlerischen Perspektiven verbinden. Konzerte, Gespräche und ungewöhnliche Aufführungsformate greifen ineinander und beziehen häufig den Stadtraum mit ein.