Ein Baumstumpf sorgt in Dornbirn für Aufsehen – und zehn weitere sollen folgen

Elf Eschen strecken sich am Rande der Stadt gen Himmel. Eine davon ist nicht ganz jugendfrei. Was dahintersteckt.
Dornbirn Beim Eventpark zwischen Dornbirn und Lustenau fuhr schweres Gerät auf. Elf Eschen sorgten hier bislang für Schatten auf dem Parkplatz, doch die Bäume sind krank und die Baumkronen werden zum Risiko. Seit Montag mahnen die entkrönten Baumstümpfe ihr Schicksal – und einer davon etwas ordinär, wenn man so will.

Denn die kleinste der elf Eschen, immer noch gute viereinhalb Meter hoch, wurde mittels Kettensäge zu einem männlichen Glied umgestaltet. Die anderen zehn Bäumstümpfe sollen dem Beispiel noch folgen, kündigt Eventpark-Betreiber Markus Wohlgenannt in den sozialen Medien eine “MW Pimmelallee” an.

Diese einseitige Allee würde sich zwischen dem Eventpark und der gegenüberliegenden Autobahnpolizei erstrecken. Da sich diese zwischen der Baumreihe und der nahen L 204, der sogenannten Schnellstraße zwischen Dornbirn und Lustenau, befindet, ist die künstlerische Neuinterpretation von der Landstraße aus noch etwas verdeckt. Dies wird sich ändern, falls tatsächlich alle elf Baumrümpfe neugestaltet werden sollten.

Bei der Kunstaktion, die ganz nebenbei scheinbar auch als Insektenhotel dienen soll, habe man sich durchaus etwas gedacht, gibt Wohlgenannt gegenüber den VN zu verstehen. Was genau, will er jedoch erst nach Abschluss des Kunstprojekts verraten. “Was ich weiß, ist dieses einzigartig, hat die Welt noch nicht gesehen und mit interessanten Geschichten im Hintergrund”, verspricht er.
Vonseiten der Stadt Dornbirn war bis Freitag keine Stellungnahme zum Kunstprojekt zu erhalten.