Blende auf! Der Arlberg im Spiegel der Fotografie

Kultur / 24.07.2026 • 10:36 Uhr
9783701736720.jpg
Der 204 Seiten starke Bildband wird von Michaela Feurstein-Prasser herausgegeben.Residenz Verlag

Die Buchpräsentation findet am Sonntag, 26. Juli um 18 Uhr in den Lechwelten statt.

Lech Der Arlberg ist seit jeher mehr als eine imposante Berglandschaft. Er ist Sehnsuchtsort, Bühne des Tourismus, Lebensraum und Treffpunkt gesellschaftlicher Welten. Wie vielfältig diese Region über Jahrzehnte hinweg fotografisch festgehalten wurde, zeigt der Begleitband zur Ausstellung „Blende auf! Der Arlberg in der Fotografie“. Am Sonntag, 26. Juli, wird das Buch um 18 Uhr in den Lechwelten präsentiert. Der Eintritt ist frei. Der aufwendig gestaltete Band versammelt großformatige Fotografien renommierter Künstlerinnen und Künstler, historische Postkarten, Amateuraufnahmen und fundierte Beiträge zur Fotografiegeschichte am Arlberg. Die Bilder erzählen von Landschaft und Schnee, von High Society und Dorfleben, von Aufbruch, Alltag und Veränderung. Zugleich dokumentieren sie, wie sich die Wahrnehmung des Alpenraums und der Tourismus seit den Anfängen der Fotografie gewandelt haben.


Zu sehen sind Werke international und national bekannter Namen wie Slim Aarons, Siegrun Appelt, Norbert Bertolini, Robert Capa, Natasha Durlacher, Roos van Haaften, Tim Hall, Lois Hechenblaikner, Alexander Kaiser, Mathias Kessler, Gerhard Klocker, Hanno Mackowitz, Edgar H. Mall, Konrad Rufus Müller, Martin Munkácsi, Walter Niedermayr, Lothar Rübelt, Karin Schneider-Meyer, Margherita Spiluttini und Nikolaus Walter. Ergänzt wird die Bildauswahl durch ein ausführliches Künstler-Lexikon, das Hintergründe zu den vertretenen Positionen vermittelt.

Vielschichtiges Panorama

Herausgegeben wird der 204 Seiten starke Hardcoverband von Michaela Feurstein-Prasser. Im Format 200 x 260 Millimeter vereint der Band Bildgenuss mit fundierter Forschung. Die in Bregenz aufgewachsene und in Wien lebende Historikerin und Romanistin war von 1993 bis 2010 zunächst Leiterin der Vermittlung und später Kuratorin am Jüdischen Museum Wien. Seit 2011 arbeitet sie als freie Kuratorin und realisierte Ausstellungen unter anderem für die Jüdischen Museen in Hohenems, Frankfurt und Wien, das Volkskundemuseum Wien, das Tiroler Landesmuseum und die Arbeiterkammer Vorarlberg. Zahlreiche Publikationen zu jüdischer Kulturgeschichte, Erinnerungskultur und Arbeitskultur tragen ihre Handschrift. Neben Feurstein-Prasser steuern Birgit Heinrich, Anton Holzer, Wolfgang Kos, Ute Pfanner und Shawn Waldron Beiträge zum Buch bei. Gemeinsam eröffnen sie unterschiedliche Perspektiven auf die Fotografie am Arlberg und ordnen die Bilder historisch, kulturgeschichtlich und gesellschaftlich ein. So entsteht nicht nur ein prächtiger Bildband, sondern auch ein vielschichtiges Panorama einer Region, deren Bild bis heute zwischen Naturidylle, mondänem Wintersport und gelebtem Alltag oszilliert.


Die Buchpräsentation bietet Gelegenheit, die Publikation und ihre Entstehung näher kennenzulernen. Zuvor lädt die Ausstellung im Huber-Hus, die seit Juli 2025 läuft und noch bis April 2027 zugänglich ist, am Sonntag von 15 bis 18 Uhr zu einem Besuch ein. So lassen sich zunächst die fotografischen Positionen vor Ort entdecken, ehe der Nachmittag bei der Präsentation in den Lechwelten seinen Abschluss findet.