Fünf Abende im Zeichen des Jazz

Die Jazzbühne Lech bringt von 12. bis 16. August internationale Musiker in die Lechwelten.
Lech Fünf Abende lang steht Lech wieder im Zeichen des Jazz. Von 12. bis 16. August lädt die Jazzbühne Lech zu ihrer zwölften Festivalausgabe in die Lechwelten. Die Reihe, die 2015 von Philip und Laurenz Waldhart aus persönlicher Begeisterung für die Musik gegründet wurde, hat sich längst als fester Bestandteil des örtlichen Kulturlebens etabliert. Ihr Profil bleibt bewusst klar: international besetzt, frei kuratiert und zugleich so intim, dass die unmittelbare Nähe zwischen Publikum und Musik erhalten bleibt.

Maximal 200 Besucherinnen und Besucher können die einzelnen Konzerte erleben. Gerade diese überschaubare Größe prägt den Charakter des Festivals. Statt großer Distanz setzt die Jazzbühne auf Konzentration, persönliche Atmosphäre und einen direkten Austausch mit den Musikerinnen und Musikern. Im Mittelpunkt steht Jazz in seinen unterschiedlichen Ausprägungen, ergänzt durch zeitgenössische Einflüsse und musikalische Traditionen aus verschiedenen Regionen.
Unverwechselbare musikalische Welt
Eröffnet wird das Festival am Mittwoch, 12. August, von Tres Caballeros. Das Ensemble verbindet die gemeinsame Liebe zum klassischen Gitarrentrio mit Vorbildern wie Bill Frisell und John Scofield. Im Zentrum steht ein intimer, akustischer Jazzklang, der Raum für feine Abstimmungen, spontane Reaktionen und die besonderen Klangfarben der Gitarren lässt. Am Donnerstag, 13. August, wechselt die Jazzbühne ins Kinoformat. Unter dem Titel „Bird“ steht ein Filmabend auf dem Programm, der die Konzertreihe um eine filmische Perspektive erweitert. Am Freitag, 14. August, ist das Paul Cornish Trio zu Gast. „You’re Exaggerating“ ist mit Sicherheit eines der aufregendsten Jazzdebüts der vergangenen Jahre. Cornish steht für eine neue Generation, die Tradition nicht als starres Regelwerk versteht, sondern als Ausgangspunkt für eine eigene, gegenwärtige Sprache.

Am Samstag, 15. August, gastiert das Isfar Sarabski Trio. Der aserbaidschanische Pianist verbindet Jazz mit Elementen der traditionellen Mugham-Musik. Diese jahrhundertealte Stilform ist stark von Improvisation geprägt und findet damit auf natürliche Weise zum offenen musikalischen Denken des Jazz. Aus der Begegnung unterschiedlicher Klangwelten entsteht eine Musik, die kulturelle Wurzeln hörbar macht, ohne sich von ihnen einengen zu lassen. Den Abschluss gestaltet am Sonntag, 16. August, das Elina Duni Trio. Die albanisch-schweizerische Sängerin hat eine unverwechselbare musikalische Welt geschaffen, die sich zwischen Jazz und Chanson sowie den Traditionen des Balkans und des Mittelmeerraums bewegt. Persönliche Ausdruckskraft, unterschiedliche Sprachen und musikalische Erinnerungen verbinden sich bei ihr zu einer ebenso poetischen wie eigenständigen Form.
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Alle Konzerte beginnen um 21 Uhr in den Lechwelten. Mit seinem konzentrierten Programm und der bewussten Begrenzung der Besucherzahl setzt das Festival auch 2026 auf das, was seine besondere Qualität seit der Gründung ausmacht: musikalische Entdeckungen, internationale Gäste und eine Nähe, die Jazz unmittelbar erfahrbar werden lässt.