Ermittlungen gegen KuGes-Chefin Monika Wagner fortgesetzt

Kultur / 25.08.2026 • 11:33 Uhr
Ermittlungen gegen KuGes-Chefin Monika Wagner fortgesetzt
Die Anzeige gegen Wagner hatte die damalige Intendantin des Vorarlberger Landestheaters, Stephanie Gräve, am 10. Mai erstattet. vmh

Die Staatsanwaltschaft Feldkirch hat die Ermittlungen wegen des Verdachts der Urkundenfälschung wieder aufgenommen.

Bregenz Die Staatsanwaltschaft Feldkirch hat die Ermittlungen gegen Monika Wagner, Geschäftsführerin der Vorarlberger Kulturhäuser-Betriebsgesellschaft (KuGes), wegen des Verdachts der Urkundenfälschung wieder aufgenommen. Grundlage dafür sei eine Entscheidung des Landesgerichts, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Dienstag auf APA-Anfrage. Das im Mai eingeleitete Verfahren war zunächst eingestellt worden, weil die Staatsanwaltschaft keinen nachweisbaren Vorsatz gesehen hatte.

Gegen die Einstellung wurde ein Fortführungsantrag gestellt. Wird ein Ermittlungsverfahren beendet, werden die Verfahrensbeteiligten darüber verständigt. Sind sie mit der Entscheidung nicht einverstanden, können sie beim Landesgericht die Fortführung des Verfahrens beantragen. Das sei in diesem Fall geschehen, erklärte der Sprecher. Weitere Details nannte er nicht.

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Die Anzeige gegen Wagner hatte die damalige Intendantin des Vorarlberger Landestheaters, Stephanie Gräve, am 10. Mai erstattet. Wagner soll bei der Erstellung eines Vertrags unerlaubterweise die digitale Unterschrift Gräves verwendet haben. Die KuGes-Geschäftsführerin bezeichnete den Vorwurf als “unbeabsichtigten administrativen Fehler”. Der Aufsichtsrat der im Eigentum des Landes stehenden KuGes stellte sich hinter Wagner und erklärte, man sei überzeugt, dass sie “nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt” habe.

Die Anzeige verschärfte den bereits bestehenden Konflikt zwischen Gräve und der KuGes. Die Intendantin wurde zunächst bei vollen Bezügen dienstfreigestellt. Im Juni beschloss der Aufsichtsrat, ihr Vertragsverhältnis vorzeitig zu beenden. Als Begründung wurde eine nachhaltige Zerrüttung des Vertrauensverhältnisses zwischen Gräve, Geschäftsführung und Eigentümervertretung genannt. Die KuGes verwies zudem auf die Strafanzeige und die damals rasche Einstellung des Ermittlungsverfahrens.

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Gräve leitete das Vorarlberger Landestheater seit 2018. Ihr Vertrag wäre noch bis 31. Juli 2028 gelaufen. Bereits im März war bekannt gegeben worden, dass ihr Vertrag nicht über die Spielzeit 2027/28 hinaus verlängert werden soll. Die Entscheidung und vor allem deren Kommunikation sorgten in der Kulturszene, bei der Landtagsopposition sowie unter Intendantinnen und Intendanten österreichischer Landes- und Stadttheater für Irritationen. Gräve hätte bis 2030 weitermachen wollen.