Kunst wandert von Vorarlberg nach Wien

Kultur / 28.08.2026 • 12:43 Uhr
Kunst wandert von Vorarlberg nach Wien
Die Kooperation mit der renommierten Wiener Institution markiert einen wichtigen Schritt in der Entwicklung der Sammlung Hans Bäumler. Hertha Hurnaus/MAK, Sandro Scherling

Neue Sonderausstellung des Vorarlberger Privatmuseums wandert 2027 nach Wien.

Hohenems, Wien Von Hohenems nach Wien: Die Sonderausstellung “Grüne Kuh und Ziegenbock” in der Sammlung Hans Bäumler wandert nach der Premiere im Herbst weiter ins MAK – Museum für angewandte Kunst. Die von Professor Tobias G. Natter kuratierte Schau versammelt rund 75 Werke von 1900 bis ca. 1930. Im Mittelpunkt stehen Tierdarstellungen der klassischen Moderne, in denen Tiere zu Sinnbildern von Freiheit, Sehnsucht und Verwandlung werden. Ausgangspunkt ist Franz Marcs “Grüne Kuh”, eines der Hauptwerke der Sammlung Hans Bäumler. Werke von Emil Nolde und Henri de Toulouse-Lautrec, Gustav Klimt, Rudolf Wacker sowie von Künstlerinnen der Wiener Moderne wie Hilde Exner, Marie Uchatius und Fanny Zakucka ergänzen die vielseitige Schau.

Kunst wandert von Vorarlberg nach Wien
“Grüne Kuh” (1912) von Franz Marc ist Ausgangspunkt und Namensgeber für die neue Sonderschau “Grüne Kuh und Ziegenbock” in der Sammlung Hans Bäumler in Hohenems. Sandro Scherling

Besonders viele Leihgaben steuerte das MAK bei. “Die Sammlung Hans Bäumler möchte sich aktiv in die Kunstszene einbringen und Akzente setzen. Sie will unerwartete Verbindungen sichtbar machen, neue Perspektiven eröffnen und zu Unrecht Vergessene wieder ins Licht rücken”, sagt Kurator Tobias G. Natter. Die Kooperation mit der renommierten Wiener Institution markiert einen wichtigen Schritt in der Entwicklung der Sammlung Hans Bäumler. Nach dem Erfolg der Ausstellung “Gustav Klimt und Vorarlberg” im vergangenen Jahr etabliert sich das Privatmuseum in Hohenems zunehmend als Ort neuer kunsthistorischer Perspektiven.

Kunst wandert von Vorarlberg nach Wien
“Der rauchende Ziegenbock” (1910) von Ludwig Heinrich Jungnickel ist ab Herbst 2026 in der Sammlung Hans Bäumler zu sehen. Leonhard Hilzensauer

“Grüne Kuh und Ziegenbock” setzt diesen Weg nahtlos fort. Einen besonderen Schwerpunkt setzt die Ausstellung auf Künstlerinnen der Wiener Moderne. Sie erweitern den Blick auf die Kunst um 1900 und zeigen ihre außergewöhnliche Vielfalt jenseits des bekannten Kanons. Lilli Hollein, Generaldirektorin und wissenschaftliche Geschäftsführerin des MAK, freut sich über die erstmalige Zusammenarbeit: “Die Schau, in der auch zahlreiche Leihgaben unserer Sammlung gezeigt werden und die von Tobias G. Natter so kenntnisreich und humorvoll kuratiert wurde, wird in Vorarlberg und Wien zu sehen sein. Als Bundesmuseum ist es uns auch ein Anliegen, quer durch Österreich vertreten zu sein.”