Ars Electronica 2026: Ein Festival an mehr als 40 Standorten

Kultur / 04.09.2026 • 11:18 Uhr
Ars Electronica 2026: Ein Festival an mehr als 40 Standorten
Zu sehen sind auch immersive Virtual-Reality-Installationen. Ars Electronica

Umfangreiches Programm zum 30-jährigen Jubiläum unter dem Motto “Negotiating Humanity”.

Linz Unter dem Motto “Negotiating Humanity” startet am 9. September das diesjährige Ars Electronica Festival an mehr als 40 Schauplätzen mitten in Linz. Dort werden die Ausstellungen, Performances, Workshops, Symposien oder “Town Hall Meetings” mit einer Vielzahl von teilweise neuen Kooperationspartnern für die verschiedensten Zielgruppen zu erleben sein.

Das Festival wandert von der nicht mehr verfügbaren Postcity als zentralem Ort des Geschehens in die Innenstadt. Mit dabei sind neben zahlreichen internationalen Kooperationspartnern auch viele Linzer Institutionen. Die Hauptakteure bleiben das Ars Electronica Center (AEC), die Kunstuniversität, die Johannes Kepler Universität (JKU) mit dem MedCampus-Standort und – dieses Jahr neu an Bord – die Landeskultur GmbH mit dem zentralen Standort, dem Kulturzentrum am OK-Platz.

Ars Electronica 2026: Ein Festival an mehr als 40 Standorten
Ars Electronica

Die Themenschau des Festivals besteht erstmals aus drei hochkarätigen Ausstellungen. Im Lentos Kunstmuseum sind Projekte des Prix Ars Electronica sowie des S+T+ARTS Prizes ‚26 zu sehen, die den “techno-kapitalistischen Fortschritt” thematisieren sowie aktuelle geopolitische Krisen, den Klimawandel und unsere Wahrnehmung der Welt. Im OK Quarter startet der neue “Festival Walk” einen Rundgang zur Erkundung von acht ungewöhnlichen Orten und fragt nach “Wahrheiten” und konstruierten Wirklichkeiten. Ebenfalls dort lädt man auf den Dachboden des Ursulinenhofes zur dritten Ausstellung.

Als Highlight wurde das Projekt “Flood the Zone with Courage” unter Federführung der Kunstuniversität angekündigt. An den fünf Festivaltagen werde auf dem Linzer Hauptplatz Containerarchitektur aufgebaut und “eine offene Infrastruktur des demokratischen Verhandelns” in Szene gesetzt, hieß es. “Wir richten eine Interventionszone ein, bei der es auch heiß hergehen kann”, betonte Kunstuni-Rektorin Brigitte Hütter. Gemeinsam mit dem Zirkus des Wissens der JKU und Attac Österreich soll hier Konfliktfähigkeit nicht bloß gefordert, sondern konkret erprobt werden. Dabei werden unterschiedliche Performances des Protests präsentiert oder auch Workshops zu dem Thema angeboten.

Ars Electronica 2026: Ein Festival an mehr als 40 Standorten
Ars Electronica

Besonders für Familien empfehle sich der Standort der MedUni mit den offenen Labors, den Live-OPs und anderen Präsentationen im 3D-MedSpace, hieß es. Mit der Film City in Zusammenarbeit mit der Akademie des österreichischen Films verwandle sich der gesamte Innenhof in einen vollständigen Drehort. Besucher können hier an einem Drehbuch arbeiten, schneiden, Kamera und Regie ausprobieren, schauspielern oder digitale Effekte testen – alles unter Anleitung durch Profis.