Benefizlesung zugunsten von “Hunger auf Kunst und Kultur”

Kultur / 07.09.2026 • 14:34 Uhr
Benefizlesung zugunsten von "Hunger auf Kunst und Kultur"
Steurer war viele Jahre als Sozialarbeiter und Social-Profit-Unternehmer in der ambulanten Suchthilfe tätig und arbeitete als politischer Bildner.

Benefizlesung im Theater Kosmos mit Literatur, Musik und Friedensarbeit.

Bregenz Was haben der 24. Oktober 2006 und der 13. Mai 1944 miteinander zu tun? Auf den ersten Blick nicht viel. Der eine Tag liegt in der jüngeren Vergangenheit, der andere mitten im Zweiten Weltkrieg. Und doch verbindet sie eine Bombe – ein Relikt aus dem vorigen Jahrhundert, das Jahrzehnte später einen Menschen das Leben kostete.

Benefizlesung zugunsten von "Hunger auf Kunst und Kultur"
Die Lesung im Theater Kosmos findet im Rahmen der NO WAR – Lesetournee statt. Stiplovsek

In seinem Roman “Eine Bombengeschichte – Relikt aus dem vorigen Jahrhundert” erzählt der Vorarlberger Autor Konrad J. Steurer von genau diesem Ereignis und stellt dabei eine grundlegende Frage: Was bedeutet es, wenn Waffen, die für Zerstörung und Tod gebaut wurden, noch Jahrzehnte später ihre Wirkung entfalten? Und was sagt das über unseren Umgang mit Krieg und Frieden aus?

Die Lesung im Theater Kosmos findet im Rahmen der NO WAR – Lesetournee statt und verbindet Literatur mit einem konkreten Zeichen gegen Ausgrenzung und für gesellschaftliche Teilhabe. Die Erlöse aus dem Buchverkauf kommen der Vorarlberger Kulturpassinitiative “Hunger auf Kunst und Kultur” zugute. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei, um freiwillige Spenden wird gebeten.

Gestaltet wird der Abend vom Trio Wandelspiel, das Lesen, Musik und Diskussion miteinander verbindet: Konrad J. Steurer liest aus seinem Erstlingswerk, begleitet von Kurt Nachbauer an der Gitarre und Ljubisa Markovic am Cajón. So entsteht ein Abend, der nicht nur von den Schrecken des Krieges erzählt, sondern auch von der Frage, wie eine friedliche und solidarische Gesellschaft möglich sein kann.

Welt ohne Gewalt

Steurer (geb. 1966) war viele Jahre als Sozialarbeiter und Social-Profit-Unternehmer in der ambulanten Suchthilfe tätig und arbeitete als politischer Bildner. Heute begleitet er als Supervisor, Coach und Politikberater Menschen auf ihrem Weg in die persönliche Freiheit. Geprägt wurde er bereits in seiner Kindheit von den Erzählungen seines Vaters, der selbst Soldat im Zweiten Weltkrieg war. Aus diesen Erfahrungen entstand die Überzeugung, dass eine Welt ohne Gewalt möglich ist – durch Demokratie, gesellschaftliche Teilhabe und die Möglichkeit für Menschen, ein selbstbestimmtes und erfülltes Leben zu führen.

Lesung: Eine Bombengeschichte – Relikte aus dem vorigen Jahrhundert, 11. September, 20 Uhr, Theater Kosmos, Eintritt frei, freiwillige Spende für “Hunder auf Kunst” und Kultur