Vorarlberger Kunst kommt in Hard unter den Hammer

Kultur / 18.09.2026 • 10:21 Uhr
Vorarlberger Kunst kommt in Hard unter den Hammer
Die Sonderauktion rückt am 1. Oktober Vorarlberger Künstlerinnen und Künstler in den Mittelpunkt.Roland Paulitsch

Rund 180 Werke von Künstlerinnen und Künstlern aus dem Land werden in der Kammgarn Fabrik versteigert.

HARD Mit einer Sonderauktion rückt das Auktionshaus “Gegenwart Auktionen” am 1. Oktober erstmals ausschließlich Kunst aus Vorarlberg in den Mittelpunkt. Rund 180 Werke von Künstlerinnen und Künstlern aus dem Land kommen in der historischen Kammgarn Fabrik in Hard unter den Hammer. Die Auswahl spannt einen weiten Bogen: von Stichen nach Motiven Angelika Kauffmanns über zentrale Positionen der Moderne bis zur zeitgenössischen Kunst.

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Auch Edmund Kalbs „Selbstbildnis“ aus dem Jahr 1930 kann ersteigert werden.Günter König

Vertreten sind unter anderem Paul Renner, Leopold Fetz, Gottfried Bechtold, Erich Smodics und Carmen Pfanner. Die unterschiedlichen Handschriften und Generationen sollen zeigen, wie vielfältig sich das Kunstschaffen in Vorarlberg entwickelt hat. Zu den angebotenen Arbeiten zählt auch Edmund Kalbs „Selbstbildnis“ aus dem Jahr 1930. Für das Werk des 1900 in Dornbirn geborenen Künstlers liegt die Schätzung bei 4000 bis 6000 Euro.

Vorarlberger Kunst kommt in Hard unter den Hammer
Marie-Christine Metzler und Arno Schuchter.Angela Lamprecht

Für das noch junge Auktionshaus ist die Sonderauktion zugleich ein programmatisches Signal. Gegenwart Auktionen wurde mit dem Ziel gegründet, Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts einem breiteren kunstinteressierten Publikum zugänglich zu machen. Ausgangspunkt war die Sammelleidenschaft von Mitgründer Arno Schuchter und seine langjährige Erfahrung als Besucher von Auktionen. Daraus entstand die Idee, in Vorarlberg ein Auktionshaus aufzubauen, das Kunst persönlich, transparent und zeitgemäß vermittelt.

Schuchter ist Geschäftsführer und Auktionator. Gemeinsam mit Marie-Christine Metzler führt er das Unternehmen. Metzler bringt langjährige Erfahrung aus dem Kunsthandel mit: Nach Studienaufenthalten im europäischen und asiatischen Ausland arbeitete sie insgesamt acht Jahre für die Auktionshäuser Scheublein Art & Auktionen, Karl & Faber sowie Hampel Fine Art Auctions. Nach ihrer Rückkehr nach Vorarlberg war sie als Inventarisatorin privater Kunstsammlungen tätig, ehe sie als Gesellschafterin und Geschäftsführerin bei Gegenwart Auktionen einstieg.

Fachkompetenz, Vertrauen und Diskretion

Der Standort Hard soll regionale Verankerung mit internationaler Reichweite verbinden. Neben klassischen Saalauktionen setzt das Haus auf Hybridformate, bei denen Interessierte auch online mitbieten können. Ergänzt wird das Programm durch reine Online-Auktionen und individuell konzipierte Sonderauktionen. Geplant sind jährlich zwei größere Kunstauktionen mit Schwerpunkt auf moderner und zeitgenössischer Kunst. Fachkompetenz, Vertrauen und Diskretion nennt das Unternehmen als zentrale Grundlagen seiner Arbeit.

Vorarlberger Kunst kommt in Hard unter den Hammer
Roland Paulitsch

Dass eine eigene Vorarlberg-Auktion auf Interesse stoßen könnte, habe sich bereits bei früheren Versteigerungen gezeigt: Arbeiten von Kunstschaffenden aus dem Land hätten dort bei Sammlern und Kunstinteressierten besondere Aufmerksamkeit gefunden. Nun erhalten sie erstmals eine eigene Bühne.

Besichtigt werden können die Werke vom 18. bis 29. September täglich von 11 bis 17 Uhr, auch an den Wochenenden, in den Räumen von Gegenwart Auktionen in der Spinnereistraße 10 in Hard. Die Sonderauktion „Kunst aus Vorarlberg“ beginnt am Donnerstag, 1. Oktober, um 17 Uhr. Der Onlinekatalog ist bereits veröffentlicht und online abrufbar.