Die Orgel wird zum Orchester

Das Festival „Symphonische Orgelkunst“ bringt vier Konzertabende nach St. Martin in Dornbirn
Dornbirn Bereits zum 33. Mal findet in St. Martin in Dornbirn das Festival „Symphonische Orgelkunst“ statt. Die größte Orgel Vorarlbergs, die 1927 erbaute Behmann-Orgel, steht an vier Sonntagen im Mittelpunkt. Organisten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz spielen Werke für Orgel und Bearbeitungen aus dem Orchesterrepertoire. Der Festivalname verweist auf die symphonische Klangfülle, die das Instrument mit seinen Registern entfalten kann.
Den Auftakt gibt am Sonntag, 27. September, Winfried Lichtscheidel aus Landsberg am Lech. Er konzertiert regelmäßig bei Festivals in Europa und ist Preisträger zahlreicher Orgelwettbewerbe. Auf dem Programm stehen Antonio Vivaldis „Herbst“ aus den „Vier Jahreszeiten“, eine Fantasie von Wolfgang Amadeus Mozart und das Vorspiel zu Richard Wagners „Die Meistersinger von Nürnberg“.
Am 4. Oktober ist Ludwig Lusser, künstlerischer Leiter der Konzertreihe Orgel plus sowie Domorganist der Dommusik St. Pölten, in Dornbirn zu Gast. Sein Programm umfasst Werke von Johann S. Bach, Marcel Dupré und Ruth McGruire.
Behmann-Orgel
Den dritten Abend am 18. Oktober gestalten Rudolf Berchtel, Organist an St. Martin und künstlerischer Leiter der Reihe, sowie die japanische Organistin Yuka Kitano. Unter dem Titel „Transkriptionen für Orgel zu vier Händen und Füßen“ bringen sie Orchesterwerke auf die Orgel. Zu hören sind Felix Mendelssohn Bartholdys Vierte Symphonie, die „Italienische“, und Maurice Ravels „Boléro“.
Den Abschluss am 25. Oktober übernimmt Christoph Schönfelder, Domorganist in St. Gallen. Er studierte an der Musikhochschule München und erhielt zahlreiche Preise bei Orgelimprovisationswettbewerben. In Dornbirn spielt er Werke von Johann Sebastian Bach, Felix Mendelssohn Bartholdy und Rudolf Lutz.
Die vier Programme führen von Einzelwerken für Orgel bis zu Bearbeitungen großer Orchesterstücke. So rückt auch die Frage ins Zentrum, wie sich symphonische Musik auf dem Instrument entfalten lässt. Die Register der Behmann-Orgel eröffnen den Interpreten dafür ein breites Klangspektrum.
Alle Konzerte beginnen um 17 Uhr in der Pfarrkirche St. Martin in Dornbirn: am 27. September sowie am 4., 18. und 25. Oktober.